Samstag, 4. April 2009

NATO, der Gipfel?

Mag sein, aber dann nur ein schwefeliger Schlot im Tiefseegraben, also immer noch weit unterirdisch!

Weil meine Töchter sich Straßburg begucken, und meine Gedanken bei ihnen sind, fällt mir folgendes ein:

In der Belletristik wurden im Kalten Krieg ja die Friedensaktivisten im Westen oftmals als von Moskau bezahlt gesteuert dargestellt. Zum Glück für uns alle hatte auch Moskau nie das Bedürfnis, Menschlichkeit besonders zu fördern. Was es ja erst uns ermöglicht, Banken und anderen menschlichen Schrott als besonders förderungswürdig anzusehen.

Aber wie dem auch sei, außer meinen Töchtern ist jedenfalls die pure Menschlichkeit auf den burgischen Straßen, entweder um gegen die nach wie vor mit der NATO verbundene, unmenschliche Auftragskillerei, aus begründeter und berechtigter Angst davor zu protestieren oder um selbst Steine werfend auf Ordnungshüter Unmenschliches leisten zu wollen. Wenn wir also davon ausgehen, dass diese Gewalttäter auf den Straßen in der Minderheit sind, so müssen wir dann gleichzeitig auch feststellen, dass diese dann im Tagungsgebäude in der absoluten Mehrheit sitzen. Womit sich dann die Frage stellt, warum die Ordnung auf der Straße gehütet wird, vielleicht weil Steine etwas weniger schlimm als Handgranaten sind und diese in den Häusern der Burg vorherrschen?

So wünsche ich mir also, dass alle Demonstranten wissen, warum sie nach Straßburg reisten: aus purer Menschlichkeit. Und die läßt sich niemals mit Unmenschlichkeit darstellen. Es sei denn, Steinewerfen wird als menschliche Errungenschaft empfunden. Aber warum dann nicht auch Granaten oder gar Wasserstofffusionsbomben? Denn die sind dann ja noch höherer menschlicher Gipfel!

Kommentare:

  1. Wunderbar. Welcome back...Yes, we can !! ;-)

    Gruß

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  2. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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