Donnerstag, 26. März 2009

Die Gier danach, befriedigt zu sein

Oder: Die Gier nach Frieden?
Oder: Wünsche, Bedürfnisse UND die Gier, sie, sich selbst zu befriedigen.








Gestern bei Plasberg, danke liebe ARD dafür, wurden mir doch zwei Dinge klarer, die wirklich nicht einfach sind, wofür sich also niemand schämen muss, der mit seinem Wirken hier nicht zu Frieden sein kann.







1. Gier
Ich weiß nach wie vor nicht wirklich, was dieser Begriff tatsächlich ausdrücken will. Ich weiß nur, dass das Begriffspaar Gier und Neid zusammengehört, sich gegenseitig bedingt und so wohl auch gegenseitig sich definiert. Und ich weiß, zumindest gehe ich davon aus, dass beide Begriffe wichtig für unser Menschsein sind, sowohl für unser Inneres wie auch für unser äußeres miteinander Sein.

Dieses mein eher Nichtwissen sollte mich also sehr vorsichtig im Gebrauch dieser Worte sein lassen, sowohl in meinem Denken wie auch in der Äußerung meiner Gedanken. Ich hoffe, dass mir dieser Anspruch an mich bisher ganz gut gelungen ist, für all die Fälle, in denen ich hier fehlerhaft jemanden verletzte, bitte ich hiermit um Verzeihung meiner Dummheit.

Denn klar ist auch für mich, dass jeder Mensch das Recht hat, weil ich es auch für mich beanspruche, seine Wünsche, seine Bedürfnisse, seinen Willen zu erfüllen. Ja selbst sein Sein und sich selbst zu erfüllen. Und klar ist für mich auch, dass jeder Mensch mehr oder weniger danach giert, danach strebt. Und diesen Gieren, dieses sein individuelles Bestreben jeden von uns wachsen lässt. Denn Gier ist auch immer Ausdruck einer zu langen Enthaltsamkeit, eines zu lange unerfüllten Wunsches, einer zu lang andauernder Misshandlung, einer zu großen Entfremdung seines Seines von seiner Selbst eines Menschens. Wer von uns will also einem Verdurstenden seine Gier nach Wasser vergönnen? Wer neidet ihm seine Befriedigung, egal wie sehr man selbst nun danach dürstet? Und weil das so ist, drückt die Gier nach (noch) mehr ebenfalls unser Sattsein aus. Wir sind also immer gierig: Wenn wir hungrig sind, nach Essen. Wenn wir satt sind, nach Banken, auf denen wir unser Essen lagern können. Aber wenn wir unsere Lagerhäuser begierig füllen können, dann wird unsere Gier schwierig, eigentlich doch ganz einfach, oder? Und wie sollen wir das nun nennen, wenn wir unsere (nun leere? oder immer noch volle, kommt es darauf wirklich an? Ist das eine besser oder schlechter als das andere?) Lagerhäuser nun auch noch mit unseren Notgroschen (dem von uns für unsere Nachkommen erworbenem oder verbrauchtem Glück) subventionieren? Weder der Begriff Neid noch der Begriff Gier ist ein passender Ausdruck für diese Unmenschlichkeit oder menschliche Dummheit! Das einzige Problem, das sich uns nun stellt, ist, woher wir bessere Lagerverwalter bekommen. Und zwar sowohl Bankergangster wie auch - also UND UND UND niemals mehr oder! - deren sie subventionierende Handlanger - sprich: wirtschafts- und konjunkturgeile Politiker!!! -, die unsere Zukunft verprassen! Verzocken! Mit unserem Leben UND dem unserer Kinder UND Enkel spielen! Es verspielen! Und nun auch noch schnell gegen Kindesmissbrauch im internet schießen! (Selbstverständlich zu Recht. Aber womit? Mit UNRECHT?) Mann, Mann, Mann UND Frau? Was soll das? Und wie lange noch? Wieviel noch? Wie lange lassen wir das noch zu? Wie lange verzocken auch wir noch das Leben unserer Kinder? Wie lange haben wir noch unsere Wahl, wonach auch wir gieren?

Denn auch das kapitalistische Bestreben nach dicken Banken und dicken (immer aber zuerst deren! egal was die auf ihre Auszüge schreiben! Sie schreiben es, niemand, dessen Namen die schreiben, klar?) Konten ist eine an sich gerechtfertigte Gier nach Bedürfnisbefriedigung. Finde jedenfalls auch ich.

Womit ich nun zum zweiten mir deutlich gewordenen Punkt komme, den ich dem Publizisten dieser Runde, aber auch dem erdnüssigen - sry, mein Lieber, Sie haben sich's wirklich verdient, dass auch ich noch einmal darauf rumreite - Ex-DB-Chef verdanke:

2. Streben nach Gewinn
Nicht die Gier nach irgend etwas ist das schlimme, unseren kollektiven Untergang heraufbeschwörende, sondern die Einseitigkeit danach, ein bestimmtes Bedürfnis über alle Maßen befriedigen zu wollen.
Was nicht heißen soll, wie F. J. Degenhardt einst den alten Notar Bolamus sagen ließ: Alles mit Maß, denn das führt gerade zu diesem tödlichen Mittelmaß, das unsere Führer so gern hätten, weil es ihre Arbeit erleichtert, leider aber uns schon zu Lebzeiten absterben, zu Tieren verkümmern lässt. Sondern das Maßlose oder Maßvolle wird von uns allen bestimmt. Nicht ein Maß eines einzelnen bestimmt unsere maßlose Gier, sondern unsere insgesamt zu einseitigen Bestrebungen nach immer nur dem Gleichen lassen uns alle dummerhaft verdummend immer gieriger werden. Wir hier in Deutschland, aber auch global, werden immer ärmer, weil auch wir hier immer weniger pluralistisch sind. Erst haben wir die Indianer vernichtet, dann die Juden fast, nun sind die Arbeitslosen dran. Immer weniger Unterschiede, immer mehr Gleichförmigkeit. Gleichschaltung, Heil...(Merkel? Steinmeyer? Westerwelle? Lafontaine? Gar Grüne?) Wer will noch mal, wer hat noch nicht?

Also: einige können gern nach persönlichem pekuniären Reichtum gieren. Wenn alle anderen das ausgleichen damit, dass sie nach anderem gieren. Schönheit, Liebe, Genuss oder Nachhaltigkeit, Einklang mit sich, Selbsterkenntnis oder was nicht noch alles, wir und unsere Welt biete uns so viel verschiedenes, wozu immer nur nach dem von uns erschaffendem (Geld oder sonst ein menschlich unglückliches Glück) gieren?

Das meine ich damit, wenn ich sage, dass ich mit meiner Arbeitslosigkeit, mit meiner pekuniären Begnügsamkeit die Peanuts anderer erst ermögliche, sie also bezahle. Ja anderen damit sogar deren Arbeit verschaffe. Was wollt Ihr also noch bei mir fördern? Was fordert Ihr noch von mir?
Dieses einseitige Postulat, diese Gier nach Arbeit, ist es doch, die mir das Arbeiten unmöglich macht. Die mich dazu bringen MUSS, zugunsten Eurer Gier danach, darauf zu verzichten. Und mir etwas anderes zu suchen, wonach ich gieren kann und darf, oder? Neidet Ihr mir das etwa?
Und was passiert wohl, wenn Ihr mir immer mehr meine Möglichkeiten, etwas mir angemesseneres, weil Euch unangemessen erscheinendes, zu finden nehmt? Was also fördert und fordert Ihr dann bei mir?

Denkt mal darüber nach, liebe Förderer und Forderer! Und dann dürft Ihr meinetwegen gern Schrottautos, die Ihr mir schon lange genommen habt, weiter fördern, ok?

Das nur mal noch zum Thema Marktwirtschaft und sozial! Das Problem lässt sich nicht mit der Alternative Plan oder Markt lösen. Genauso wenig wie Gier nicht dadurch verschwindet, indem Mensch sie verteufelt! Wenn Ihr genau wie ich Mord, Raub, Diebstahl und Betrug verhindern wollt, dann müssen wir uns um uns kümmern! Nicht um Arbeit, nicht um Autos, auch nicht um Banken! Um Menschen! Nicht um Märkte. Arbeit, Banken, Autos und deren Märkte lassen sich vielleicht regulieren, das aber ist immer auch Planwirtschaft! Aber wozu? Solange wir nicht wissen, wie wir sind, was wir an UNS haben, solange nützt uns keine Regel. Nicht einmal die, dass ich nicht töten soll! Was also soll da eine Verkehrsregel nützen? Ob nun Geldverkehr, Geschlechtsverkehr oder Straßenverkehr. Jede Regel ist so einfach nur Masturbation, Selbstbefriedigung. Nichts dagegen zu sagen, aber nur? Wäre doch traurig und arm, oder? Was bringen dann noch dicke Konten? Und für wen?

Auch wenn ich zu meinem Glück niemals in einem KZ Lagerinsasse war, dafür danke ich allen Menschen, die das verhindert haben, womit auch immer, Recht oder Unrecht, Mord oder Leben lassen, eines weiß selbst ich: Lagerverwalter können sich nur kümmern. Um Leben oder Tod! Denn was sollten sie zu fördern oder fordern haben? Dazu brauchen wir keine Verwalter, das können und müssen wir selbst. Denn sonst bräuchten wir keine Verwalter, weil wir auch keine Lager brauchen. Sie sollen nur das ihnen anvertraute gut verwalten! Leben leben lassen, Töten, wenn das unser Wunsch ist. Für volle Lager haben wir zu sorgen! Verwalter sorgen nur dafür, dass nichts außer uns sie wieder leeren! Und schon gar nicht leeren sie diese auf ihre Rechnung und unsere Kosten! NUR dafür bezahlen und wählen wir sie. Für nichts anderes sonst. Dafür schließen wir Verträge mit ihnen! Und wenn die sich nicht an diese Vereinbarungen halten, brauchen auch wir das nicht mehr, Vertragsrecht hin, Vertragsunrecht her! Darum geht's nicht mehr bei einem solchen Versagen eines Vertragspartners, eines Mitmenschen, der keiner mehr sein will! Du sollst nicht töten? Ich werd's Euch zeigen, was Ihr UND Ich nicht sollen!! Und zur Not auch mit dem, was wir beide niemals sollen, aber immer weiter tun. Warum dann also nicht auch ich? Das ist weder Gier noch Neid. Das ist blanke von Euch heraufbeschworene, begünstigte oder auch nur billigend in kKauf genommene Not, also Notwehr! Vertraue ich Euch meinen Tod an? Dann kümmert mich nicht, wie ich sterbe und wen von Euch Komikern ich mitnehme in mein Grab. Lasse ich aber Euch mein Leben verwalten und Ihr verzockt das, auch noch mit Eurem erklärten Ziel, mich oder mein Leben zu fördern und zu fordern, was anderes also soll ich dann in meiner Not mit Euch UND mir UND meinem von Euch verspieltem Leben (jetzt gleich? Oder lieber noch etwas später? Aber dann bitte wann?) noch anderes tun?

Seid froh, ich rede nur (noch). Andere, auch viele von Euch! schießen lieber gleich! Ohne Worte. Also kümmert Euch endlich! Alles andere, z. B. Fördern und Fordern, oder Konjunktur und Arbeit, das ergibt sich dann. Es hängt nur von Eurer Verwaltung ab. Und davon, dass wir nicht vergessen, dass es unsere Verwaltung ist, die Ihr und damit wir verbocken! Egal wen oder was Ihr oder wir prämieren oder belohnt oder bestraft haben wollen! Egal also wie gierig und wonach wir alle auch immer sind! Wir sind es einfach. Aber Ihr wollt Kümmerer sein, also...? Wohin also mit meinem Kummer? Welche Bank habt Ihr dafür vorgesehen? Auf welchem Konto und welche Zinsen für wen soll der Kummer eines jeden Arbeitslosen und für wen bringen? Zinsen für den Kummer oder für den Kümmerer, der Kummer Kummer sein lässt?

Nicht die Macht eines Politikers geht vom Volke aus, nur die staatliche Gewalt, mit der er vom Volk betraut wurde! Und das Volk entscheidet - immer: in Teilen, in Mehr- oder Minderheiten, ja sogar als Einzelteile, wie auch als Gesamtheit - aufgrund der Verwaltung eines Lagers: seines Staates UND seiner Unterlager, was es damit macht: Ihn, sie oder es in die Luft sprengen! Oder sie zu befüllen. Niemals ein das zu verwaltender Politiker, ja selbst die Verwaltung entscheidet das nicht! Kein Recht UND keine Ordnung. Etwas, das immer leerer - sowohl materiell wie auch sinnentleert- immer sinnloser wird, lässt sich immer leichter abschaffen. Vakuum ist das beste Dynamit! Auch in Deutschland! Auch sinnlose, nicht einmal etwas, und sei es auch nur Arbeitslosigkeit, verwaltende Bürokratie. Zwang zum Sachzwang? Für sowas brauchten wir nicht einmal einen Helmut Schmidt. Sachzwänge interessieren eh keinen Menschen, ob nun einen schweinischen, äffischen oder rindviehhaften oder gar menschlichen Menschen. Sachzwänge sind dazu da, sie zu umgehen, sie zu lösen, nicht dazu, sie zu lagern, Zinsen oder Verlust abwerfen zu lassen, sie zu managen. Manager, wie alle Menschen, zahlen nur Steuern, die sich nicht umgehen lassen. Unser Wille, unser Tun muss verdient sein. Nicht verordnet, gesetzmäßig bestimmt, verwaltet! Welchen Anspruch auf einen Rechtsstaat kann eine (noch dazu rechte) Bananenrepublik noch gelten machen? Was bringt einem Volk ein Supermarkt, der ausverkauft oder ausgeraubt ist? Welches Recht will dieser nur durchsetzen wollen? Quatsch, Wille! Können! Was wollt Ihr, lieber Verwalter, mir noch können? Ihr, die Ihr nicht einmal Euch Anvertrautes schützen konntet?

Das, nur das ist unsere Sicherheit. Keine Regel, kein Vertrag, keine Verordnung und kein Gesetz, kein Polizist, kein Richter, kein Jurist, kein noch so großes Vermögen, kein eh nur immer erlogenes Eigentum (was einem von uns gehört, gehört ihm nicht: entweder weil es uns allen gehört und wir ihm das nur so überlassen und damit immer auch wieder wegnehmen können, mit Recht oder Unrecht, gerecht oder ungerecht, was spielt das für eine Rolle? Einzig wäre hier doch nur die Frage der Angemessenheit interessant oder? Oder weil es eh niemandem gehört, er es sich also fälschlicherweise nur aneignet. sodass dann auch jeder andere von uns, und schon gar alle zusammen diesen Fehler ebenfalls machen können, oder?) hat hier irgend eine Macht über uns oder über mich; ja auch ein dies am eigenen Leib schmerzlich erfahrender Innenminister hat genau hier seine Grenzen! Einst zeigte uns genau das unsere ostdeutschen Volksangehörigen. 9/11 sollte uns das ebenfalls zeigen.

Momentan sind die Franzosen uns da ein wenig voraus. Generalstreik? Verboten? Ja und? Wie viel von dem, was unsere Verwalter tun, die das ja wohl gerade darum "verboten" haben, ist oder gehört zumindest verboten? Kein Krieg führen in Afghanistan? Verboten? Du sollst nicht töten? Aber Auftragskiller beschäftigen, das darfst Du? Sind ja nur Fragen, nur Beispiele, wo wir doch so gern Verbote bestrafen und Gebote belohnt haben wollen. Wo wir doch so begierig nach Gerechtigkeit und Recht sind. Wo wir doch so gut Bescheid wissen über unser Dürfen, Müssen, Wollen, ja sogar über unser dürfen Müssen oder wollen Dürfen oder müssen Wollen. Wo wir uns doch niemals, und schon gar nicht Politiker oder Manager, UND noch weniger Minister, über unser SEIN irren, gell Ihr komischen Verwalter? Aber immer fleißig so weiter machen. Wo wir doch so viel können! Ich bewundere Euch und uns!

Diese Schaffenskraft, mit der es uns gelingt, selbst mit geschlossenen Augen immer weiter zu rennen, also die hat was göttliches. Wozu brauchen wir da noch Köpfe?

Wie war noch der alte DDR Witz? Gestern standen wir noch am Abgrund. Heute sind wir einen Schritt weiter!

Kommentare:

  1. Hoffe es geht gut...?!

    Philo K grüßt und wünscht dir alles Gute

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  2. Alles OK, danke der Nachfrage :-))

    Und Dir?

    Dein Jo

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