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Sonntag, 22. März 2015

Lernen und Lehren

Für Anne
Hoffentlich liest sie's!

Heute wage ich mich mal an ein Thema, das gerade im Doppelkopf deutlich wird und mir schon lange auf der Seele brennt. Ich sag's lieber gleich:
Das Lesen wird nicht einfach!
Das Schreiben aber noch schwerer.

1. Lernen

Das ist der einfachere Teil, deswegen der zuerst.
Für mich ist Lernen und Leben gleichbedeutend:
Solange ich lerne, lebe ich. Und solange ich lebe, lerne ich.

Mit zunehmendem Alter begreife ich jedoch die Weisheit im Spruch:
"Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr."
Aus eigener Erfahrung und Wahrnehmen der Verhaltensweisen meiner Zeitgenossen ist eine zunehmende "Beratungsresistenz" einhergehend mit zunehmendem Alter; genauer dem daraus resultierendem zunehmendem Selbstbewusstsein. Man hat schon so oder gar zu viele "Pferde kotzen" sehen, als dass man sich noch was vormachen läßt.

Wie aber ja unschwer erkennbar, verhindert dieses Erfahrensein, diese Altersweisheit mitunter weitere Lernfortschritte. Es hat das Potenzial der Kontraproduktivität, und gemäß Murphys Gesetz nutzt es dieses eben auch. Mir und für mich ist es wichtig, dieses Phänomen nicht zu vergessen; es bei passender Gelegenheit immer auch mit zu berücksichtigen.

Diese beiden Gesichtspunkte sind mir in meinem Alter das wichtigste am und beim Lernen.

2. Lehren

Und nun wird's schwierig!
Dieses ominöse,
wenig hilfreiche, gar sogar argwillige, verdummende, weil verschleiernde, von sich selbst ablenken wollende und sollende, aufgrund maßloser Selbstüberschätzung und dem daraus sich ergebendem "Auf-gar-keinem-Fall-besser-wissen-Wollen,
kurz nicht nur politisch missglückte "Fördern-und-Fordern-Wollen" mag nur ein Indiz dafür sein, wie kompliziert das Lehren wirklich ist.
Mir zeigt ein solches gesellschaftlich Anliegen, dem ich nur im allerbestem Fall ein Lehrenwollen unterstelle, wie wenig Mensch doch weiß, was bei ihm selbst ebenso wie bei seinen Mitmenschen wirklich Sache ist. Dieser berühmte Witz, ein altes Mütterchen über die Straße zu führen, die da gar nicht hinwill, ist eher die harmlose Seite dieser absoluten Dummheit der "Lehrenden".

Schlimmer, weil bezeichnender und offenbarender (was wiederum aber auch das Gute daran ist, ich nenne das meist spöttisch-bitter: das Verlautbaren bis hin zum  Hinausbrüllen der eigenen Dummheit), ist da schon das eindeutig gierig Egoistische durch erkannte Betrüger wie den Namensgeber Hartz, aber auch das kriecherisch, vermeintlich selbstgefällige, tatsächlich aber Minderwertigkeitskomplexe offenbarende "Flüchten" des Altbuka und Verantwortlichen des Fördern und Fordern unter die "starken" Fittiche des Herrn ach-so?-demokratisch!-Putin.

Es zeigt sich also sehr deutlich bereits hier, wo zwar viel von Bildung geredet, jedoch nie offen der Anspruch des Lehrens erhoben wird, wie sehr menschliches Handeln und damit eben auch das Lehren von den subjektiv wie kollektiv eigenen Motiven bestimmt wird. Bevor Mensch also auch nur im Entferntesten (Juristen, gar Richter, Politiker, Polizisten und Soldaten und selbstverständlich Lehrer und Ausbilder, Eltern) anderen Menschen etwas beibringen will, sollte ihm und ihr immer bewusst sein, welche (gar Ab-)Gründe sie und ihn zu so etwas leiten mögen. Denn leider ...
will ich hinzufügen, was aber völlig wurscht ist, ob man das bedauert und -grüßt: per Definition geht es damit einher und ist dementsprechend unveränderlich
... bedingt das Lehren eben eindeutig auch das sich über seine Mitmenschen Stellende.

"Du bist dumm. Aber zum Glück hast Du ja mich, der Dir Deine Dummheit austreibt!"
(... und Dir meine rein! Dieser letzte Teil wird selbstverständlich nicht vermittelt.
Nebenbei bemerkt, deswegen die Klammern, stellt sich, stelle ich sogar die Frage, ob es eigentlich besser oder noch schlimmer ist, wenn das dann wenigstens gedacht wird.
Entweder ist das vorsätzliche, argwillige, genauso wenig bewusste, nur leider meist auch noch glücklich/Pech menschlich bewirkende Dummheit
oder/und
es ist schlichtweg dummerhaftige Lehre.
Nach dem Motto: es reicht nicht, dass ich dumm bin, nein, ich bin dumm genug, zu wollen, dass alle Menschen mindestens auch so dumm werden, wie ich nun mal bin!*) )

Und weiter stellt sich noch mehr und zuerst die Frage: wessen Glück?
Wer ist denn der/die eigentliche Glückliche?
Was ist vom profitablen Glück eines Menschen zu halten, das nur noch mehr Menschen zu Pechvögeln werden lässt?
Erstrebenswertes Glück oder Koste-es-was-es-wolle selbstmörderisch, todessehnsüchtig erstrebtes Pech im Zweifel der restlichen, also gesamten Menschheit?

Auf den zweiten Blick ist noch erkennbar, dass dem Lehren immer ein (Vor-)Urteil vorgeschaltet ist. Und zwar ein Doppeltes: Man beurteilt sich selbst als Lehrberechtigte/n und sein Gegenüber als Noch-etwas-zu-lernen-Habende/r.

Ich hoffe, ihr erkennt nun sowohl die Unvollständigkeit wie aber auch die mehr als gegebene Berechtigung meiner obigen Aufzählung, die eigentlich nicht mal allzuweit davon entfernt ist, anderen das eigene Bessersein "beibringen" zu wollen, im schlimmsten Fall sogar mit Waffengewalt!
Umso mehr stellt sich ja gerade bei "erfolgreichen" Politikern die Frage, welche Qualitfikation, welches Recht sie eigentlich für ihr Tun und Nichtlassen haben und sich herausnehmen. Das simple Mehrheitswahlrecht berechtigt sie zwar nach menschlichem, grundgesetzlichem? Ermessen, aber urteilsfähiger werden Menschen damit sicher nicht. Ich fürchte sogar, "erfolgreiche" Menschen verlieren erfolgreich ihren "angeborenen" Realitätssinn.
Und vielleicht auch deshalb sollte Mensch dann doch lieber mehr sein eigenes Ermessen wachsen lassen. Bis hin zum eigenen erwachsen Sein?
Als anderen die eigenen ebenso wie die schon tradierten Fehler ein weiteres Mal zu lehren!

Zum Lehren gehört also nicht nur das Bewusstsein der eigenen Beweggründe. Zum Lehren gehört weit darüber hinaus gehend - und gerade das ist das spektakulär Dummerhafte an unserer Bildung, von der seit den 60ern "geführten" Bildungsdiskussion gar nicht erst zu reden  - die Fähigkeit,
nur das zu Lehren, was wirklich auch Lernenswert ist. 
Wie oft noch wollen wir Lernen und Lehren verwechseln?

Jedenfalls ist hoffentlich deutlich geworden, welche Ausmaße dieses vermeintlich simple Thema Lehren hat. Mindestens mir ist es ein Trost, wie einfach dagegen das Lernen ist.

Ach ja, leider, leider, leider... ... ...
Wieviel Leid das bewirkt hat UND IMMER NOCH bewirkt, dafür reicht der Speicherplatz hier bei weitem nicht aus! Egal in wievielen "clouds", global-himmlischen Spähren auch noch!
Und noch nicht mal nur deswegen, als wenn das nicht beschämend genug wäre.
Nein, die "lehren" immer noch!
Sie glauben immer noch, es sich leisten zu können, nicht zu WISSEN, ja, nicht mal WISSENZUWOLLEN, was sie glauben, lehren zu sollen!

Für die, die das immer noch nicht begreifen, ausnahmsweise meine ich jetzt nicht Politikern, Polizisten usw.:
ich rede hier von den meist katholisch "Bessere-Kinderschänder-sein-Woller-und-innen".
Die, die sich anmaßen, ihre eigene bigotte "Gott"gefälligkeit bevorzugt kleineren, schwächeren Mitmenschen in deren Ärsche zu blasen!

Jahrtausendelang. Und immer noch!
Und immer noch kein Schuldbewusstsein!
Kein Wollen, dass das endlich aufhört!
Unternehmern - und was anderes als ein Unternehmen ist die katholische Kirche in ihrem immer mehr unchristlich schon vor Luther werdendem "Reich"tum noch? - wäre längst und nicht nur die Lehrbefugnis entzogen worden!

Ich fürchte, dagegen ist alles, was an vermeintlich muslimischen Greueltaten verübt wurde, inklusive 9/11, geradezu human zu nennen: lieber gleich in die Luft jagen, als Kinder zu lebenslänglichen, seelischen Krüppeln zölibatär zu ficken.
Im Namen Gottes!
Es wäre geradezu lächerlich, wenn's nicht dermaßen zum Heulen wäre!

Jedenfalls wird auch hier sehr deutlich, welch Schaden gerade unsere (christliche? aber nicht nur!) Lehre und all unser darauf aufbauendes Lehren anrichtet!
Versteht Ihr, warum ich es mittlerweile für besser halte gerade für uns Deutsche, endlich all unser Tun sein zu lassen, bevor wir noch mehr Verbrechen zu verantworten haben?
Lieber arbeitslos als dafür noch Steuern zu zahlen. Oder gar steuerzuflüchten.
Vom dafür Töten und Sterben, sowas zu "verteidigen", gar nicht erst zu reden!
Schlimm genug, dass wir DAS, so ein Volk sind.
Aber verteidigenswert sind wir in all unserem "christlichem" Deutschtum nicht.

Leider.
Denn das ist menschengewollt und somit -gemacht.
Also auch veränderbar.

Umdenken!
Und das absolut ÜBERLEBENSNOTWENDIGSTE für uns UND ALLE unsere Mitmenschen, weltweit, ist eben, endlich aufzuhören, ach so paradiesischen Selbstmord zu lehren!

Leben!
Jetzt!
Oder eben nie!
In Ewigkeit Amen, aber eben kein Leben!

Mir ist es zwar wichtiger lernen und leben als verknüpft anzusehen, aber Lehren ist eben auch mit unserem menschlichem Leben einhergehend. Denn wie schon erwähnt: sollten sich die Oktopoden mit ihren neun Gehirnen als die intelligentere Art herausstellen, sie beginnen gerade erst, Kultur, Erfahrungsweitergabe zu entwickeln, dann ist unser obwohl sehr viel jüngerer "Wissensvorsprung" nur durch unsere artbedingte, kulturelle Lern- und Lehrfähigkeit erklärlich.
Auch wenn wir es fast ausschließlich mit Ausnahme unseres Populationswachstums bisher dazu benutzen, uns unser vorzeitiges Übersterben zu lehren.

Lehren und Lernen sind so unterschiedlich nicht.
Eben zum Verwechseln ähnlich!


Für mich die eigentlichen Erkenntnistüröffner zum Thema Lehren waren 

1. Das Erfahren meiner eigenen Unfähigkeit

Leider - aber auch dieses ist grundsätzlich unveränderlich - muss man etwas tun, um die Chance zu haben, zu erkennen, dass man's besser lassen sollte. Veränderlich ist nur für jede/n Einzelne/n, zu lernen, ...
dass Mensch nicht nur kann, sondern aufgrund seiner gewachsenen Potenz es auch muss!
... Dinge zu wissen, die man eigentlich doch nicht weiß.

Die Einfachsten sind hierbei die, die man früher, als Kind oder erfolgsuchender Mensch, wusste, aber mittlerweile unter einem Haufen von Konsum- und Kulturmüll vergrub, vergaß.
Vor lauter "Himmelsstreben" nach Handys und Waschmaschinen den Boden unter den Füßen verlor.

Schwieriger ist das, was wir "Sorgfaltspflicht" nennen. Mitunter wird es auch wie immer irreführend Verursacherprinzip genannt. Irre, weil der/die Verursacher nur in Ausnahmefällen, also systemisch im angerichteten Schaden verhaftet wird. Das Gegenstück, also das tatsächliche, erfolgreiche, nachweisbare Versagen, ist dann schon wieder deutlicher und beginnt mit der Fahrlässigkeit bis hin zur grob fahrlässigen Körperverletzung mit Todesfolge.

Meine Erfahrung mit mir und meinen Mitmenschen deutet jedoch daraufhin, dass wir alle von Grund auf, von Geburt an, grundsätzlich alle auch das "Wissen" in uns tragen, das wir selbst noch gar nicht wissen oder auch nie werden. Also auch unser Nichtwissen ist Teil des Gesamten.

Gedankliches, konstruiertes Beispiel:
Die Wahrheit, die Gesamtheit des möglichen Wissenskönnen sei eine Strecke von Null bis einhundert Zentimetern, ein Metermaß:
Wir - fast alle Menschen - bewegen zur Zeit, sozusagen Mode bedingt - uns auf, sagen wir, dem Abschnitt von 30-40 Zentimetern. Absolut egal wo. Und auch wie lang unser sowie das Gesamte Stück ist. Nur die beiden Enden sind für alle Materie als Singularitäten unerreichbar.
Dann haben wir - so wir das denn nicht mehr wissen, 0-29,x Zentimeter vergessen.
Aber vergessen nicht, niemals, dass noch etwas Erfahrbares, Wissenswertes vor uns liegt. Wie wissen weder was noch wieviel. Aber wir wissen, dass! Und wir vergessen DAS nicht! Nicht nur, weil wir es ja nicht wissen, also auch nicht vergessen können.
Wir vergessen es einzig aus diesem unserem Grunde nicht:
Wir wollen genau das wissen!
Gern und allzu leicht vergessen wir, was hinter uns liegt. Das eigentlich Naheliegende, Zukunftsbestimmende und -beschreibende, historisch bereits Erfahrene. Aber das vor uns liegende, das unbekannte Ferne, das vergessen wir selbst dann nicht, wenn wir es vergessen könnten!

Und damit wird deutlich, so denn die Wahrheit nach eben diesem Prinzip funktioniert, wie sehr selbst ein so kleiner erfahrener, aktuell, modern begangener Bereich von 10% die restlichen (unbekannten: 29% vergessen, 60% noch nicht begangenen, noch nicht erfahrenen) 90% Wahrheit aufzeigt. In diesem Sinne meine ich, dass wir selbst auch das wissen, was wir als Gesamtheit wirklich (noch) nicht (mehr) wissen.
Also das Leben als Metermaß, der Zollstock an sich, zeigt uns auch das, wo wir noch nie oder schon lange nicht mehr waren. Sogar das, wo wir nie hinkommen werden.

So ist unser Universum!
Denn wenn es nicht so wäre, wären auch wir nicht.
Wir zeigen uns allein nur durch uns, durch unser Sein, aber zu unser aller Glück nicht nur durch uns, wie wir sind UND wie unser Universum ist!
Unsere bekannte Wahrheit ist uns deutlicher und beschreibender Teil der universellen, gesamten Wahrheit.
 
Unser Sein ist Folge wie Ursache allen Seins, des Seins an sich!
Und ähnlich, wie ein auf dem Boden liegender Zollstock nicht nur Maßeinheiten des von ihm bedeckten Boden zeigt, so bestimmt auch das Nichts, das NICHTSEIN, welches den fast 100%en Teil des Universums, allen Seins also, ausmacht, eben genau auch alles Sein, alles Seiende.
DAS NICHTSEIN BESTIMMT, BEGRÜNDET, SCHUF UND ERSCHAFFT, beschreibt WEITERHIN  ALLES SEIN.
EBEN AUCH DAS MENSCHSEIN.
Und so bestimmen und beschreiben sich gegenseitig Wissen und Nichtwissen, Dummheit und Klugheit.

Ich denke, nicht also sondern weil ich Mensch bin, das NICHTS ist Gott, denn nur das Nichts schöpft naturgemäß aus seinem Nichts das Etwas.
Und wenn Mensch denn unbedingt Gott haben will, dann sollte er/sie sich das auch sagen:
Nichts ist Gott UND Gott ist Nichts!
Menschsein ist (so gut wie) alles (andere auch)!

Es kann daher gut sein, und diese Vorstellung ist mir die bei weitem liebste:
Jede und jeder von uns und wohl auch unserer Mitlebenwesen und wohl auch alles unseres allen gemeinsames "Raumschiff" Erde, und so wie so unser Sonnensystem, unser Universum, ist im Besitz der gesamten Wahrheit.
Die/das eine mehr, der andere weniger.
In allem und jedem steckt ein kleineres oder größeres Körnchen der Wahrheit.

Und mit jeder, jedem, was wir verlieren, geht möglicherweise auch ein Stückchen davon unwiederbringlich verloren.
(Jeder Verlust hat das Potenzial der Unwiederbringlichkeit. Und Potenzial, Menschsein und Murphys Law habe ich ja schon erwähnt, oder?)
Wir als Bewusstsein entwickelte Menschen sollten wissen, wie teuer etwas ist, was und wieviel wir weggeben, um etwas anderes dafür uns einzuhandeln!
Und im Zweifel dann doch lieber das Handeln/den Handel sein lassen?

Wir - jede/r Deutsche! - hat sich durchschnittlich 50.000 Dinge eingehandelt. 90% dieses Vermögens sind völlig sinnlos, den nur 4-5 tausend Teile dieses noch dazu nur vermeintlichen Eigentums benutzt er/sie/es tatsächlich! Der Rest ist nicht mal für die Katz'. Denn auch die bezahlt dafür in ihrer Wildheit für diesen eigenartig angeeigneten, selbst menschlich unnützen, ungenutzten Diebstahl.

Wir haben's ja!
Wirklich? Haben wir's so nötig?
Und wie lange noch?


2. Deutsches Doppelkopf

Und da Doppelkopf fast ausschließlich eine rein deutsche Angelegenheit ist, zeigt es auch gleich, was für ein merkwürdiges, bemerkenswertes Völkchen denn Wir-sind-das-Volk sind.
Denn Doppelkopfspieler erfahren von Anfang an ein weiteres Synonym für Lehre:
Nämlich das Meckern!

Zum Glück ist das beim Spiel zwar harmlos, nervig und unnötig sinnlos anstrengend ist es allemal. Denn Spiel ist ja nicht nur ein riskofreier Raum zum Lernen, nein, selbstverständlich dient es auch dazu, mal so richtig die Sau rauszulassen.
Na klar, und das Schöne am Doko ist das ja, kann Mensch im Spiel sich verwirklichen. Sich selbst und anderen erkennbar machen. Und sollte das auch! Die eigene Minderwertigkeit mal so richtig austoben, sich groß und stark und klug, fast schon gottgleich vorkommen.
Aber eben auch LERNEN!

Gerade auch deswegen ist Doko nach wie vor im Gegensatz zum weltweit gespieltem Bridge immer noch viel zu sehr Pech abhängiges Glücksspiel. Gerade genug Können erfordernd, seinen Mitspielern das eigene Pech und gerade Fehler transferierend anzulasten, anzumeckern.
(Na? Bekannt? Erkannt?
Transfereinkommen? Fehlertransfer?
Irgendwie frappierend diese Ähnlichkeit des deutschen Dokos und der deutschen, politisch kolportierten Wirklichkeit, oder?
Und vor allem dabei völlig vergessend: welche Transferempfänger welchen Transferempfängern denn Transferleistungen anlasten!
Jedenfalls ist es mir als Dokospieler ein Leichtes, zu erkennen, was für eine Leistung es ist, anderen die eigenen, offensicht immer sogar viel größeren, potenteren Fehler zu transferieren!
Ob das im Deutschen mit Potenzstörungen, gar Impotenz gemeint ist?)

Immer, wenn Mensch etwas in die Umwelt bringt, besteht nun Mal das Potenzial, dass es die eigene Dummheit ist!
Die eigenen Fehler sind.
Die leider trotz goldenem Verschweigen nicht mal mehr silbrig glänzend erwähnten, unwesentlichen Splitter der anderen, die immerhin uns und vor allem dazu dienen, blind für die eigenen Balken zu sein. Nein, nicht nur sind wir es:
BLIND!
Wir sind es auch noch nur, weil wir nichts anderes sein wollen! Es ist unser willentliche Akt, die eigene Sehfähig zur pekunär profitablen Blindheit verkommen zu lassen. Dafür haben wir ja Post, Telefon, Computer, internet, E-Mail, Handys, tablets und, und, und...
Wir können ja wunderbar kommunizieren miteinander, wir, die wir uns nichts zu sagen haben, denn wir sehen ja nichts Bemerkenswertes! Nur so unheimlich viel Bemeckernswertes. Selbstverständlich nur bei den anderen.
Sound Of Silence, der Klang der Stille!

Irgendwie haben wir Angst, unser Sehvermögen könnte uns zeigen, wir blind wir sind. Sind es also im vorauserblindenem Gehorsam lieber gleich und freiwillig.

Und nicht nur Murphys Gesetz folgend neigen Deutsche offensichtlich noch mehr als andere dazu, dieses Potenzial zu realisieren. Voll auszuschöpfen. Voll aus den Vollen zu schöpfen.
"Wir müssen nur lange genug in unserer Blindheit glauben, dass wir Sehvermögende sind. Dann sind wir sogar so blind, dass wir unsere eigene Blindheit nicht mehr sehen!"
Dafür können wir uns dann ja Kameras und Fernsehen leisten und kaufen.
Und Brillen für Blinde gibt's billig bei Bielmann!
Jetzt  auch in 3D und hochauflösend.
Wieviel einfacher ist es doch, einfach nur mal die eigenen Augen zu öffnen, statt anderen deren auch noch zu verschließen.

Vielleicht haben wir zuviel Glück? Also Pech, weil zu wenig Pech!
Hätten wir mehr Pech, könnten wir schon längs nicht nur aber auch Doko weniger Glücks/Pech und mehr Lernen/Können/Lehren abhängiger gestalten
(auch hier wieder eine allzu gern kolportierte, kollektive Bezeichnung: Chancengleichheit.
Was für'ne nutzlose Augenwischerei! Dient nur dazu, weiterhin blind fürs Wesentliche, wirklich Bemerkenswerte zu bleiben).
Nur Glückliche können sich ihre Dummheiten leisten. Pechvögel müssen einfach schlauer werden oder vorzeitig untergehen. So oder so, Pechvögel werden zwangsläufig weniger.
Was aber bleibt den Glücksfischern, wenn keiner mehr das Pech auf sich nimmt?
Zu was werden Sieger, die ihre Verlierer verloren?
Unser Dasein zeigt gerade uns mit und in allen unseren bereits ausgiebig ausgetobten Schweinereien, wieviel Glück wir doch haben.
Nur wie bereits gesagt: Glück und Können sind gegenteilig, schließen sich einander prozesssystematisch auf Dauer aus!

Glück kann man nicht lernen.
Aber Pech wohl leider lehren!
Denkt mal drüber nach, ihr Lieben (nicht nur aber auch Dokospieler)!

Vielleicht bevor ihr das nächste Mal beispielsweise den Griechen auch noch ordentliches Deutsch  beibringen wollt?
Vielleicht können wir uns unser Deutsch ja nur deswegen leisten, weil u.a. die Griechen sich ihr Griechisch leisten?
Oder merken wir jetzt, wo auch die Griechen mit uns (zurück-)meckern, wie teuer uns wie den nicht nur aber auch Griechen unser deutsches Sein kommt?
Wollen wir den Preis unseres ach so vermögenden, deutschen Seins nun doch nicht mehr bezahlen?

Wie wär's dann mit Lernen, Anders (anders deutsch oder besser gleich - ist einfacher "Imagine, there's no country, it is't hard to do. Nothing to kill or die for. And no religion too", John Lennon - ganz anders, als nicht mehr deutsch?) zu sein, statt das zu Teure auch noch anderen beibringen zu wollen?
Lernen ist wohl doch einfacher, billiger als Lehren?
Aber wohl nicht profitabel genug.
Schade!


Nicht nur deswegen spielen es bisher fast nur Deutsche Doko.
(deutschstämmige, beispielsweise Südamerikaner sind die Regel bestätigende Ausnahme; ich hab einmal erlebt, wie ein Südkoreaner, der sich dieses Spiel online nur mal aktiv, mitspielender Weise angucken wollte, in Null-komma-Nichts ob seines schlechten Spiels rausgeekelt wurde! Oder war's, weil er nur englisch konnte und die am Tisch sitzenden nicht?).
Gerade Deutschen wird nachgesagt, sie seien besonders gut im Meckern!
Und womit?
Mit Recht!
Womit sonst?

Vielleicht liegt das ja daran, dass wir nicht nur Lehren und Lernen verwechseln. Sondern darüber hinaus auch noch meinen, beides sei dazu noch identisch mit Meckerei!
Gehen wir doch einfach mal davon aus, dass wir meckern
- auf kollektiver, populistischer (Wir sind das Volk-)Ebene dann Rassismus und nicht nur Ausländer raus fordern und fördern genannt -
wir meckern nur deswegen so ausgiebig, vielfach geübt und erfolgreich besonders gut, weil wir anderen unsere eigenen Dummheiten beibringen wollen.
Wenn wir das nämlich tun, sehe ich gute Chancen für uns, dass andere und anderes dann uns deren Wissen vermitteln, deren und unsere Wahr- und Weisheitskörner mit uns teilen wollen.
UND WERDEN!!!

Potenzial, nicht nur aber eben auch Menschlichkeit und nicht zuletzt Murphy machen mich da ziemlich sicher!
So sicher, dass ich hier die Gefahr auf mich nehme, auch wieder Mal, diesmal nur MEINE eigene Dummheit noch dazu schriftlich zu verkündigen!

Frage: Können wir auch dann noch stolz auf unser Exportchampionat sein, wenn wir zu nicht unerheblichem Maße unsere eigenen Fehler, unser immer noch nicht besseres Wissen, unsere nicht mehr anders als nur so zu bezeichnende Dummheit globalisieren? In die Welt posaunen?
Ist es wirklich ein Kompliment, Weltmeister im Export der Dummheit zu sein?
Erstrebenswert, die besseren US-Amerikaner nun auch mit deutschem Pass zu sein?
Als Frau der bessere Mann?
Noch besser im Unterdrücken, weil ja schon mehr als lebenslang unterdrückt?
Der freiere Mensch aufkosten der genutzten Freiheit zur Unfreiheit des freien Sehvermögens, des klaren Blickes in noch größerer aber wenigsten nun selbst gewollter Unfreiheit zu sein?
Blind aber nun mit Banane?

Beim Doko jedenfalls habe ich mir mehr und immer noch zu wenig angewöhnt, lieber nichts zu sagen, wenn auch nur der kleinste Verdacht besteht, es könnte ja Gemeckere, oder gar gläubiges UNWISSEN/Dummheit sein.
Und vor allem nur das zu lehren, von dem ich WEIß, dass es auch LERNENSWERT ist.

In diesem Sinne
Weiterhin gutes Spiel und viel Spaß uns!

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*) Es ist die Frage danach, ob es eigentlich besser oder schlechter ist, als Krüppel geboren zu werden, also nie anderes gekannt zu haben. Oder im Laufe des Lebens krüppelhaft zu erkranken, also wenigstens ein kurze Zeit anders gewesen zu sein.

Und noch weitergehend, aber immer noch diesselbe Frage:
Geliebt zu haben UND geliebt zu werden, um dann den geliebten Menschen im Verlustfall nachzutrauern?
Oder besser gleich lieblos zu leben?

1. Lernen          abgehakt
2. Lehren          abgehakt
Bleibt noch das:

3. UND

Oder? Und?
Ist es die Frage nach Henne oder Ei? (bei der die Antwort lautet: nicht oder! IMMER und nur UND!)

Jedenfalls die für uns selbstreflektierende Menschen absolut grundsätzliche Frage ist es:
Ist es besser, gelebt zu haben, auch wenn Mensch nun stirbt, tot ist.
Oder haben die Teilchen mehr Glück, die sich nie ausnahmsweise zu einem sterblichen, lebendigen, noch dazu menschlichem Konglomerat zusammenschlossen?

Jedenfalls das Nichts hat sich diese nie gestellte Frage beantwortet:
Besser als mein Nichtsein ist mein Sein!
Warum sonst hätte das Nichts sein nach wie vor fast ausschließliches Nichtssein zum (absoluten Ausnahme-) und dann sogar noch zum lebendig, gar Mensch Sein entwickeln sollen?

Was ist eigentlich besser?
Das Nichts?
Oder
Das Sein?

Oder UND!
Also das ALLES ist das Beste!

Sein oder Nichtsein
das ist hier nicht die Frage.
Denn darauf gibt's keine Antwort.
Denn beides ist so identisch, wie der Fussboden unter einem Zollstock dem unbedecktem, offensichtlichem gleicht.

Sein UND Nichtsein, Lernen UND Lehren: das ist unser Universum
Und damit auch unser Leben!

Und ich bin sicher, wir leben umso besser, je mehr es uns gelingt, uns nicht weiter unsere Dummheiten zu lehren! Ebenso wie wir besser Doko spielen, je weniger wir unsere meist auch schon uns erfolgreich vermittelten Fehler an andere weiter vermeckern.

Samstag, 1. März 2014

Freiheit

is' langweilig!

Weil alles schon dazu gesagt wurde. Und vor allem: immer noch wird!
Warum also dann nicht auch hier?
Und weil wir ja soooooooooooooo... (unendlich) frei, sprich: liberal (nur'n anderes Wort für die selbe Wichse!), sind.

Ich bin kein Anarchist! Nur ein erwachsen sein wollender Mensch!
Der aber trotzdem sich sein Kindliches bewahrt hat und das auch weiterhin möchte!

Freiheit ist langweilig!
Das sagt ausgerechnet ich, dessen Freiheitsliebe zu meinen Schwächen/Stärken (so Plural denn mir angemessen ist?) zählt.

Was Freiheit trotzdem interessant macht:
a) Sprache und unser Umgang (wozu auch unser Unverständnis gerade unserer Sprache*) zählt) damit
b) Steckt zum Teil schon in a), ist aber für mich etwas Eigenständiges, das nicht nur mit unserem Sprachunverständnis, sondern vor allem mit unserer Menschlichkeit, mit unserem so und nicht anders Sein, mit unserem so sein Können und Wollen und Müssen und Sollen zu tun hat:
Freiheit ist wohl der am meisten miß- oder gar unverstandene Begriff!
Selbst dann, wenn wir unsere Sprache besser verstünden.
Pressefreiheit hilft da leider auch nicht viel weiter, solange die ach so Pressefreien auch nicht wirklich verstehen, was und warum sie denn da so (und nicht anders!) alles schreiben!
c) Selbstverständlich unsere**) Kultur und Geschichte
d) Das Spannungsfeld, in das wir uns selbst begeben und gerade bei Nässe, wenn uns unsere Banken gerad mal wieder unsere Regenschirme klauen, ins Schliddern kommen - wenn ncht gar im Schlamm stecken bleiben? - zwischen Freiheit mit und von Eigentum.
Also was denn nun?
Arme Freie und/oder lieber reiche Sklaven?
e) Und nicht zuletzt die Spannung in MIR (in jedem von UNS!) zwischen Innerem und Äußerem. Und deren/unsere Beständigkeit.
Die Spannung zwischen Gewöhnlichkeit und Besonderheit. Die Spannung/Gleichheit zwischen und von Stärken und Schwächen.  

Reiche Freie? Freie Reiche?
Geht nicht, auch wenn noch so sehr erhofft.
Auch im doppelten Sinn nicht: Reich = Imperium. Gerade unser so heiß verehrtes römische Reich - noch dazu deutscher Nation als es noch nicht mal Nationalbewusstsein gab! - war geprägt und nur so möglich durch Sklaven! Imperium kann geradezu als Gegensatz zu Freiheit, als Synonym für Unfreiheit gelten! Und wird auch so im Begriff "Imperialismus" benutzt!

Freie Menschen sind immer schon - und werden's auch immer sein, es sei denn, sie sind nicht mehr! - in ihrem Sein, in ihrer vorgegebenen, unveränderbaren, nur mühsam erweiterungsfähigen Begrenztheit verhaftet, also unfrei in ihrem Inneren. Die Eine mehr, der Andere weniger oder noch mehr. Aber alle gleichermaßen und immer wieder nur begrenzt! Reiche Sklaven sind und müssen und können gar nicht anders - egal, was sie sonst noch sollen und wollen und können, diese vermeintlich Vermögenden! - darüber hinaus auch noch verhaftet in ihrem? nee, nur geklautem Äußeren!
Reiche mögen vielleicht ja über eine größere Reisefreiheit verfügen?

Mag sein!
Aber wenn sie der Globalisierung verfallen, und welche Reiche tun dies nicht? so verkehrt sich auch diese Freiheit ins Zwanghafte. Womit dann dieser meiner These, Reichtum mache auch aus so frei wie nur irgend möglich seienden Menschen zwanghafte Paranoiker, einmal mehr entsprochen wird.

Reiche Freie geht also nicht, weil gleich doppelt verhaftet, arrestiert, also unfrei in merkwürdigem Gewahrsam!

btw (neudeutsch für ach übrigens):
H4 dient nicht etwa nur mir als Transferempfänger!
H4 dient in ungleich viel größerem Maßen gerade zur Eigentums- und Einkommenssicherung. Weil eben nur etwa ein Zehntel dessen, was ansonsten beispielsweise ich als einsitzender Kost- und Logisfreier verkostete.

Nix desto Trotz:
Dank Euch Transfersklaven!
Denn meine "Freiheit" verdanke ich Eurem Sklaventum.
Alles nur geklaut, dieses Äußerliche! Auch ich klaue mir nur Euer zu meinem Ich! Aber ich mache und verstehe das immerhin zu unserem WIR. Zu dem Teil von mir, der auch Euer ist!
Und das für nur und nichts anderem als H4.
Ein Spottpreis. Ich kenne viele, die meinen, ich verkaufe mich unter Wert.
Der Punkt ist nur der: ich verkaufe mich nicht.
Ich bin und bleibe mir treu.
Das und nur das ist meine Authenzität, meine Souveränität, meine Freiheit!
Und damit - theoretisch auch ohne, aber eben auch mit H4 - auch Eure.

Sklaven des Reichtums wollen doch so gern und endlich mal frei sein.
Bemerkenswert, nicht wahr?
Deswegen von Freiheit lieber reden, als wenigstens ein Bisschen mehr frei zu sein?
Der Bissen im Mund erspart uns jede Freiheit?
Ich sag ja: Langweilig!

Was ist denn nun Freiheit?
Herr Gauck? Frau Merkel?
Sie haben doch dieses Wort für Ihr Eigenes gepachtet?
Es scheint doch der Antrieb für Ihr Tun und Unterlassen zu sein?
Und vor allem: Sie haben, oder meinen das zumindest, Unfreiheit selbst erfahren?

Was ist denn nun Freiheit?
Was meint Ihr, Ihr zahllosen aber fleißigen SteuerzahlerInnen und LeserInnen dieses blogs?

Liberté! (is Französisch, versteh' ich nix von!)
Egalité! Fraternité!
Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit. Die Losung der französischen Revolution
Was verstanden also diese Franzosen unter Freiheit?
Nur weg mit dem ollen König und her mit anderer dämlichen Herrschaft?
Oder Freiheit von jeder Herrschaft. Weil einfach immer nur zu dämlich dieser Kinderkram?

Tja, Freiheit von Herrschaft wie auch Dämlichkeit, das ist Anarchie.
Und die kann auch ich nicht!
Aber wer kann das schon?
Etwa herrschende Dämlichkeiten?

Wirklich mal was anderes als dämliche Herren?
Dann aber wohl doch geschlechtsspezifische Ungleichheit der Menschen?
Wenn schon die halbe Menschheit anders, warum dann nicht auch noch nach Hautfarbe, Glaube, Meinung und Besitz und Eigentum gut und böse unterscheiden?
Und das Böse muss ja massakriert werden, Denn das klaut ja freien Menschen, die ja gleicher sind als die anderen Mitmenschen die Freiheit.
Weg damit!
Also her mit unseren Auftragsmördern!
Oder doch lieber nicht?
Lieber verfassungstreu sein?
Und Verfassungschutz neu verfassen?
Im Namen der Freiheit?
Kinderkram? Und? Oder Erwachsenheit?
Was wollen wir denn nun schützen?
Wer oder was ist frei?
Soll, will, muss, kann frei sein?

Bleibt also immer nur die Frage:
Was ist Freiheit?

Freiheit ist wohl Gotteslästerung.
Kann gar nichts anderes sein!
Aber warum dann C in D und SU? Aber das ist wohl künstlich künstlerische Freiheit?

Freiheit ist so herrlich dämlich!
Wohl weil wir lieber so dämliche Herren als frei sein möchten?

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*) Mag sein, ich irre mich. Wäre jedenfalls nichts Außergewöhnliches. Aber für mich ist unsere Fremdenfeindlichkeit Ausdruck dafür, dass wir gar nicht wissen (und unseren Glauben daran längst und zu unserem Glück, aber auch das wissen wir immer noch nicht! verloren), was denn Deutsch ist und sein soll. Wir verstehen uns**) also selbst nicht! Was dann in die Angst vorm Nichtdeutschen mündet. Denn wohlmöglich könnten die es ja besser?

**) Wir und uns und unsere:
Ich bringe das immer durcheinander. Aus verschiedenen Gründen:
a) Ich begreife mich selbst als zweigliedrig: mein Inneres Ich (also das Ich, was auch lebenslangen Bestand hätte, wenn ich allein auf der Welt wäre, wobei mein Leben dann allerdings keinen Bestand hätte), wo dann auch meine Freiheitsliebe ihren Ursprung hat,
und
mein Äußeres Ich, was zum wichtigsten Teil eben auch mein Wir ist, und wo Freiheit überhaupt erst Anwendung finden kann.
b) Ich trenne nicht zwischen deutschen und nichtdeutschen Menschen. Also im Gegensatz zu meinem Anarchismus kann ich mich mit mir als Kosmopolit vollkommen einverstanden erklären!
c) Ich überlasse es bewusst erwachsenen deutschen Menschen, selbst zu wählen, ob wir Mensch sind oder lieber nur Deutsche.
d) Unser? Also das Wir als Besitz anzeigendes Fürwort: Für mich gibt es keinen Besitz! Alles, was Mensch sein/ihr Eigen nennt, steckt in ihr/ihm. Und wenn sie/er auch noch Äußeres sich aneignet, so ist das unrechtmäßig, also das alles ist dann immer nur geklaut.
Aber wie auch immer: Eigentum/Besitz ist nicht bestimmt vom Nutzen und Nutznießung, Eigentum kann nur bestimmt sein von Verantwortung und Wahrung, also Sachwaltung. Ein wie immer auch sich nennender Eigentümer kann nur ein Statthalter (kein dämlicher Herr und auch keine herrische Dame) sein, wenn er/sie denn vom Vorwurf des Diebstahls sich entbinden möchte.
Menschlicher Besitz, egal also ob Inneres oder Äußerliches hat für mich nur diesen einzigen Sinn: Sachwaltung des ihm/ihr Anvertrauten. Weil sonst niemand Besseres das täte. Mensch soll und muss dementsprechend die Fehler des Universums, die Mensch erst das Sein ermöglichen, ausgleichen, also ein Stück weit besser sein als sein Ursprung.

Wenn Mensch meint, Gott sei sein Schöpfer, so heißt es gerade für diese Gläubigen, sie müssen besser als Gott, also selbst noch bessere Götter sein. Was - und wohl gerade deswegen auch mit dem Begriff Freiheit? - aber mit jeder Religion kollidiert als Blasphemie!

Sonntag, 19. Januar 2014

Phänomenal

Was ist das bloß? Was uns und unser Verhalten ausmacht?

Mist, zu viele Türen ins goldene Bernsteinzimmer der Erkenntnis, welche nehme ich?

Gut, UNS=WIR, wir => also auch ich: also Selbstkritik zur Selbsterkenntnis:
Es ist mir klar, dass ich hier und jetzt (aber sicherlich nicht nur hier, bzw. jetzt) sogenannte, noch dazu subjektive und möglicherweise sogar - ich versuche, das zu vermeiden! - stereotype, vorurteilsbehaftete Phänomenologie betreibe, deswegen ja der Titel.

Womit wir auch schon bei der zweiten Türe wären, genannt Empirie. Aus meiner unbedarften Sicht schlicht und einfach Lebenserfahrung. Und hier öffnen sich schon wieder gleich mehrere Türen, nämlich mindestens das Wie (sind bzw. verhalten wir uns denn?) und das Warum (sind/tun wir so?)

Also zurück zur ersten Tür und nun - schwupps - hindurch:
Ist Euch auch schon aufgefallen?

Es wird beklagt, dass wir kaum noch lesen. Schon vor Jahrzehnten war ausschließlich für die hoffnungslosen Optimisten gerade nur mal eben der Trend zum Zweitbuch erkennbar!
Und was passiert?
Es werden heutzutage Bücher verlegt, die wir in jüngeren Jahren nicht mal als Groschenromane gelesen hätten! Also allein, wenn ich da diesen nur flachen Harry Potter nenne, eines der besseren Negativbeispiele, sortiere ich gleich eine Unmenge an Lesern hier - LEIDER! - aus. Dabei habe ich wirklich nichts gegen Fantasie, nur sollte auch die mit viel Phantasie gedacht und geschreiben sein!
Und nicht mit dem allzu armen, allzu gern lieber reich sein wollenden als reich seienden Profitblick erfunden.
Gut, SchriftstellerInnen, nichts wirklich ernstes. Wie z.B. Kernkraftwerksbauer oder dieser unsägliche Kreuzfahrtschiffskapitän vor Giglio. Oder diesen z. G. Ex-Mp von Sachsen. Ob ich den Schröder Putinscher Gnaden oder diesen Arschfalla noch erwähnen sollte?

Ist es nicht symptomatisch, solchen Menschen Verantwortung aufzuhalsen?
Was bringt uns dazu, so etwas zu tun? Was läßt uns uns und damit andere dermaßen unter- nein, überschätzen?

Oder
Klar, sicherlich gilt auch für Filme, was für alle menschliche Produkte Usus ist: ein mäßiger auf zehn saumäßige. Und auf hundert mäßige eine sehenswerte Ausnahme.*)
Erstaunlich oder zumindest bemerkenswert erscheint es mir, dass, je mehr Nachfrage aufgrund gewachsener Anbieter- und Verbreiter- und auch Konsumentenzahlen, dieses ohnehin schon miserable Verhältnis immer noch schlechter für den anspruchsvolleren Zuschauer wird. Sofern es denn überhaupt so etwas gab und noch gibt: anspruchsvolle Leser? Zuschauer? Konsumenten?

Also deutlich erkennbar scheint der Versuch, über Quantität zur Qualität zu kommen, typisch menschlich wenn auch ziemlich hoffnungslos zu sein.

Interessant ist, und nun wird's auch schon etwas ernsthafter, dass offensichtlich unsere Politik und deren Protagonisten nach diesem gleichen kulturellen Schema gestrickt sind und werden:
Kaum jemand geht noch wählen!
Mit dem geradezu zwanghaftem Ergebnis, nur noch schlechtere Politik und Politiker zu haben. Ich denke, hieraus sollten wir den einfachen Schluß ziehen, Politik wie Bücher und Filme zu behandeln: entweder Spaß oder nicht (be-)nutzen!
Auf keinen Fall jedoch ernst nehmen! Also mein Eingangs dieses Absatzes erwähntes "ernsthafter" kann, soll und darf Mensch einfach nicht mehr ernst nehmen.
Politik? Zum Lachen!
Also lacht doch mal wieder?
Spart mit Sicherheit Gesundheitskosten! Mehr als auch der/die beste GesundheitsministerIn einsparen kann. Vielleicht können wir so sogar die wegsparen zum Besseren: zum arbeitslosen Minister? Billiger jedenfalls wär's!

Mein Fazit des Wie:
Menschen versuchen mit noch mehr Scheiße zu verhindern, dass Menschen die Scheiße schon zum Hals raushängt. Erstaunlicherweise ein zwar per se hoffnungsloses, jedoch wohl sehr profitables Ansinnen. Jedoch auch ein hoffnungsfroher Ansatz, wir sollten uns nur vonm ersten Teil distanzieren. Und im weiteren vielleicht auch ein wenig mehr auf unser eigentliches Sein vertrauen: es ist zwar eindeutig ungesund, wenn uns unsere Scheiße oben raushängt. Aber wirklich in den allermeisten Fällen nimmt sie ihren richtigen Lauf!
Ob wir uns wohl trotz meiner selbstkritischen Vorbemerkungen auf dieses Wie als Tatsache, als heutige Gegebenheit einigen können?

Und damit wären wir wieder bei den nur jeweils eine nach der anderen durchschreitbaren Eingangstüren zur Erkenntnis:
Wenn schon das Wie unklar ist, wie soll dann das Warum er- und klärbar sein?

Also aus meiner Sicht, hab' ja nur meine Sinne, um meine Umwelt und mich - was ich gern als einheitliches "ICH", inneres UND äußeres ich, bezeichne - wahrzunehmen und zu beurteilen, möchte ich gern damit meine Inakzeptanz ausdrücken, mir (und meinen Mitmenschen) etwas vorschreiben zu wollen, ohne überhaupt zu wissen, WIE wir denn überhaupt sind!
Eine Regierung u.ä. kann nur funktionieren, wenn Einigkeit über das Wie besteht (was heutzutage schon sehr zweifelhaft ist) UND - was immer schon stark anzuzweifeln war - die vereinigte Erkenntnis nicht allzu weit vom Tatsächlichen entfernt ist.
In dieser Richtung haben wir ja schon deutliche und erhebliche Fortschritte gemacht. Soviel mittlerweile, dass keinerlei signifikante Unterschiede zwischen Dumm- und Unwissenheit mehr bestehen können.
Bei Dummheit geht's nur noch darum, weiß der/die Dumme das nicht besser oder will er/sie sich selbst was in die Tasche lügen? Und wenn ja, was denn (nun schon wieder Dummes!)?

Soweit das - ich wäre sehr verwundert, wenn's nicht so wäre? - sicherlich mehr als bestreitbare und umstrittene Wie. Trotzdem schauen wir uns mal kurz um, wo bin ich jetzt und wo seid Ihr, so Ihr mir bis hierher gefolgt seid?
1. Eingangstür ins Haus der Erkenntnis: Das Wie! Abgehakt.
2. Verschiedene weitere Türen, in einige habe ich mit Euch hineingesehen Abgehakt.
3. Sodass uns nur noch eine vom Bernsteinzimmer trennt, nämlich die Warum-Tür.

Bevor ich die jedoch öffne, sei noch einmal darauf hingewiesen, dass selbst ein Bernsteinzimmer ja nur ein Raum von vielen ist. Ein schöner Raum, wie ich subjektiv finde, aber vermutlich noch nicht einmal der schönste! Eben nur einer von vielen. Und auch nur einer von vielen schönen! Jedoch kommt in genau diesen Raum nur der/die mit mir, die "MEIN" Wie zumindest ansatzweise teilt. Und der Clou vons Ganze: es gibt gar kein Bernsteinzimmer. Auch das verlor sich in den Wirren vom wwII ! Unwiederbringliche Kriegsopfer. Wollten wir ja so, ha'm ja mehr als einmal, schreien sogar heute noch und immer wieder "Heil!".
Wollen immer noch starke Führer!

Ok?
Also warum sind wir so, so wir denn so sind?

Und da hab' ich hier und nun zwei Bernsteine in der Hand, die ich Euch zeigen wollte:
1. Und bitte nicht erschrecken, der Einschluß sieht immer scheußlich - denkt dran: Profis nennen das "ungewohnt" oder "gewöhnungsbedürftig" - aus.
Angst! **)
Wir sehnen uns angstbedingt nach Sicherheit. Deswegen nehmen wir unsere kindische weil einfach nicht erwachsen werden wollende Dummheit in Kauf. Reduzieren uns auch als Erwachsene noch zu Kindern. Ja, sind mittlerweile soweit, das zu bejubeln und zu beklatschen.
Klatsche ist das bernsteinrichtige Wort.
Ich bin ja überzeugt davon, dass ich wie auch wir immer noch Ursachen und Wirkungen heillos durcheinander wirbeln. Ebenso bin ich davon überzeugt, unsere "Klatsche" nicht als Ursache für die Klatschen eben auch unserer Politiker und anderen Kunst- und Kulturschaffenden zu halten. Was die Wirkungen angeht, bin ich mir da nicht so sicher. Nur zu klar ist mir, solange Mensch angstbeladen lieber applaudieren als selbst denkender und schaffender Mensch sein möchte, solange wird auch unsere uns eigene Klatsche uns bis in unseren, damit allerdings immer noch und immer wieder ziemlich dummerhaften Tod folgen.

Seht Ihr?
Angst verhindert keinen Tod! Aber einzig Angst ermöglicht es uns weiterhin, dumm zu sterben:
Wie geboren so gestorben!
Eigentlich schade, oder?
Völlig sinnlos gelebt!
Völlig sinnlose Lebensangst dann, wenn wir endlich und wieder tot sind.

Was also ist Angst anderes als - wenn überhaupt? - nur Zeitgewinn in einer Situation, in der Mensch schon Lebenszeit gewann?
Misst sich ein Leben wirklich nach Jahren?
Und wenn ja, warum nicht nach Tagen oder auch nur Sekunden?

Was haben wir da für Vorstellungen, Illusionen, Wünsche, Hoffnungen, wenn wir Angst haben?

Wollen wir uns nicht mal auf folgendes einigen?
Angst mag helfen, in einer bedrohlichen Lage dem Tode doch noch mal schnell ein Schnippchen schlagen zu können.
Aber ÜberLEBEN gerade durch und mit Angst ist eben doch auch noch lange kein Leben.
Kann es nicht sein, denn Angst hat was mit Sterben und Tod zu tun.
Leben ist aber etwas vollkommen anderes. Etwas, das eigentlich nur damit definiert werden kann, sterben zu können.

Das Tote ist das Normale. Das Leben nur die Ausnahme, der unnormale, abnorme, keiner  Norm gerecht werdene, genügen könnende Einzelfall.
Der Todesspielarten gibt es jede Menge, sogar lebendige, wie spätestens wir es uns erwiesen und und täglich, sekündlich neu beweisen. Leben dagegen ist wirklich und wahrhaftig äußerst geringfügig. Eigentlich wirklich nicht der Rede wert! Aber doch schön, dass wenigstens wir darüber mal reden können, nicht wahr?

Ist also unsere Lebensangst begründet als Angst vor Einsamkeit? Angst, die Ausnahme, das Unnormale sein zu müssen?
Ja, müssen wir denn sein?
Also wovor noch Angst im nahezu einzigartigem Glück des Lebens?
In unserer, vollkommen unverdienten Gewinnsituation der Zeit. Dieser Gewinn, der von noch alle beisammen habenden Menschen jederzeit zurückgegeben werden kann.

Zumal es Zeit ja gar nicht, besser gesagt, erst durch uns! durch unser uns Reflektieren gibt.
Tatsächlich, also im wahren "Leben", im großen und weitaus überwiegend vollkommen leeren Universum gibt es keine Zeit, kein Mensch fragt danach! Es gibt eben nur Veränderungen, die wir hier dann zusammenfassend, der Einfachheit halber Zeit nannten.
Das leere Universum hat keine Zeit. Da ist nur NICHTS! Ich mein' gar nichts. Keine Zeit, keine Veränderungen. Nichts! Immer nur Nichts! Ich glaub', der Durchschnitt ist zur Zeit weil mit abnehmender Tendenz: ein Teilchen pro Kubikmeter. Und ich garantiere Euch, der/die/das ist aber sowas von mausetot! Meist es eh sogar ein "Lichtteilchen", ein Photon, ein Quantum elektro-magnetischer Strahlung.

Also dass das Nichts überhaupt so viel ist, verdankt es nur der horrenden Zusammenballung der Materie in Galaxien- und Sternenhaufen. Wie viel Nichts muss es geben, um allein mit der Strahlung und der Materie unserer Milchstraße (von den Milliarden anderer gar nicht erst zu reden!), ja nur unserer Sonne, ja sogar nur eines einzigen Menschen und seiner Teilchen zu einem durchschnittlichen Teil pro Kubikmeter zu kommen? Also wir haben wirklich jede Menge Raum, Milliarden von Kubikmetern absolutes NICHTS, also nicht einmal das eine durchschnittliche Teilchen, denn das verbraten wir ja schon hier auf der Erde, für jeden von uns!

'Tschulligung, wißt Ihr überhaupt, was 'nen Kubikmeter ist?
Also ein Kubikmeter Wasser wiegt eine Tonne! Genau eintausend Kilo! Sind tausend Liter oder auch drei bis vier Badewannen voll! Weiß ich, das war nämlich einstmals die Definition des Kilogramms. Ein Kilo Wasser gleich ein Liter! Inzwischen haben wir Genaueres, noch unveränderlichere Möglichkeiten. Mein Wasservierteljahresverbrauch ist ziemlich genau ein Kubikmeter! Hab' wohl 'ne ziemlich kleine Badewanne, bade nämlich mehr als nur viermal im Vierteljahr.
Oder schaufelt mal einen Kubikmeter Schnee oder Sand weg, also dann wißt Ihr, was das ist!

Und das sich dann sogar ein paar Trillionen Teilchen zu Lebewesen zusammenschlossen, bekanntermaßen nur hier auf unserer Erde, also das läßt sich nur noch in unverständlichen, sich jeglicher Vorstellung widersetzenden Zahlen, sowas wie zehn hoch minus mindestens ein paar Milliarden lebendige Teilchen pro Kubikmeter Weltall oder noch weniger ausdrücken.

Und ein Kubikmeter Nichts ist auch kein Kubikmeter! Bestenfalls, und so verstehen wir das ja auch, das Nichts, ein Potenzial, eine Möglichkeit, ein Kubikmeter zu werden, sollte irgendwann ein noch dazu deutschsprachiger Mensch drei Metermaße senkrecht zueinander in ein x-beliebiges Stückchen Raum legen. Oder wenigstens sonst ein Teilchen wenigstens kurz mal vorbeischauen.

Angst?
Also Einzigartigkeit ist Einsamkeit.
Geht nur so! Funktioniert nicht anders. Kein Grund zur Angst; eher einer zur Freude!

Das Leben ist in seiner einzigartigen Andersartigkeit eben auch nicht anderes, nur Wiederholung des auch sonst Bestehenden, aber eben eine Auserwählte. Eine ganz spezielle, erwünschte, weil wiederholt ausgewählte, andere Einzigartigkeit.
Kann gar nicht anders sein, wir sollten nur die Frage nach dem Wer oder Was da wählte oder gar immer noch wählt, vielleicht auch sich und uns nur verwählt? vergessen, zumal wir schon Schwierigkeiten mit dem Wie und Warum haben.
(Vergessen im Sinne von: den Fachleuten, beispielsweise den Physikern überlassen, nicht den Klerikern, die wissen bestensfalls auch nur so viel wie Du und ich, ich sag' nur Bischof!)

Gehen wir doch mal stattdessen davon aus, dass sich das ewig Tote in seiner ewigen, naja Jahrmilliarden und noch mehr andauernden Wiederholung, etwas anderes, etwas Lebendiges wünschte. Auch das erklärte meine von mir sogenannte Todessehnsucht, Eure Todesangst.
Aber auch, sollte es zum Menschsein gehören, seinen schöpferischen Eltern nachzueifern, geradezu unsinnig, der Schöpfung widersprechend wäre unsere Lebensangst auch dann allemal. Und noch dazu kein gutes Zeichen für gute Eltern, ihren Kindern Angst einzujagen.

Spannend finde ich zur Zeit die neuen alten Ägypter. Eigentlich sollten sie von unseren angstbeladenen "Führer"quali-? nein, -quantitäten***) lernen. Stattdessen sehen wir wiedermal, noch dazu und immer noch offenen Mundes und staunenden Auges, was wir eigentlich schon durch unseren, zwar nicht rein aber immerhin deutschen "Sündenfall" als ein für alle Mal abgetan ansahen!

2. Den zweiten Bernstein hat mir eigentlich mein Sohn gezeigt. Denn er gehört zu den wenigen, kaum mehr als eine Generation, die mit - kennt das überhaupt noch jemand? - Kasettenrekordern aufwuchsen. Eigentlich kannte ich das auch schon von mir als Kind: damals hatte ich drei Hörspiel-LPs - eine über irgendein selbstverständlich banditenbedingtes Zugunglück, eine über irgendein viermotoriges Propellerflugzeug, deren Besatzung abenteuerlichweise Hurricanes erkundeten und die dritte hab' ich vergessen - die ich immer wieder hörte. Klar, hatte ja nur die drei.
Tobi jedoch hatte ohne Ende, quasi Benjamin Blümchen rauf und runter. Also zwei Regalmeter - für die, die das nicht mehr kennen, weniger als zwei Zentimeter pro Kasette - hatte er bestimmt. Und hörte sich immer wieder dieselben an, stunden-, tage-, wochen-, monate-, ja jahrelang.

Es ist also dieses Bedürfnis nach Wiederholung, dass ich als zu unserem WIE wie auch zu unserem WARUM gehörig ansehe.

Sicherlich gibt es eine Schnittmenge zu unserer Lebensangst (ich will das Wort Todesangst nicht mehr hören! Denn das verdummt uns nur weiterhin. Lebensangst heißt unsere Angst, im Guten wie im Schlechten! btw: die einzig per se wirklich schlechte Angst ist die Angst vor der Angst!), indem wir durch Wiederholung guter Dinge versuchen, angstbeladenen schlechten auszuweichen, nicht zuzulassen.

Aber für mich bedeutet Wiederholung hauptsächlich etwas eigenständiges, etwas unser Menschsein über Angst hinaus bestimmendes.
Und das gibt es dann auch diametral, also nicht anders, nur eben andersrum beim Menschen:
Ja keine Wiederholung! Immer nur neu. Jedes Buch nur einmal gelesen. Jeden Film nur einmal geguckt. Aber immer und immer und immer wieder dieselben gewählt!

Also sowas wie Alibis: Ja nicht dasselbe immer wieder, dafür diesselben umso lieber immer wieder?
Training eben! Im Guten wie im Schlechten, also eher gut!

 Aber es hat wirklich etwas Zwanghaftes, etwas Neurotisches.
Waren wir immer schon so?
Wenn ja, sind wir eindeutig eine nicht nur un-, nein irrsinnige Fehlentwicklung, die - und dazu sind wir ja allesamt auf dem besten Wege - schnellstens ein Ende haben sollte!
Aber ich denke, diese Betrachtungsweise hilft uns nichts. Unsere Chance liegt nun und nur darin, uns zu beweisen, dass gesunde, "normale" Menschen nicht nur bisher Glück, noch besser gesagt: nicht nur zu wenig Pech! - hatten.
Sondern sehr wohl etwas aus und mit ihrem Leben anzufangen wußten und somit dann auch wieder wissen können.

Und hier schließt sich dann mein Kreis ins und durchs Bernsteinzimmer:
Ich drehe gern auch immer wieder neue Kreise, wiederhole Altes wieder und wieder. Allerdings variiere ich dann. Ja, für mich brauche ich Wiederholungen, um einfach zu sehen, wie ich mich verändere. Oder um dem heute zu üblich gewordenem Schund auszuweichen, im guten Alten immer mal wieder ein neues Bernsteinchen zu finden. Oder in einem schon gefundenen doch noch wieder etwas anderes für mich Neues zu entdecken.

Wißt Ihr noch, was wir taten, wenn wir ein Eis wollten, das uns Mammi nicht sofort kaufte?
Wir wiederholten unseren Wunsch so lange, bis wir es hatten!

Warum haben wir unser So und nicht anders Sein vergessen? Unumstößliche Erkenntnis ist: wir waren so, wir sind so, und solange wir sind, werden wir auch so bleiben.
Wir vergessen nie, so zu sein. Wir können nur vergessen, wie wir sind!
Ich denke, das ist das, zumindest mein Bernsteinzimmer, das ich Euch mal öffnen wollte.

Allerdings scheint mir meine dazu gehörende, mir eigene, vielleicht besondere Lebensmüdigkeit darin begründet, zu wenig wirklich Neues zu erleben. Wiederholungen sind einfach doch auch nur zu anstrengend.
Jeden Tag den gleichen, einstmals ja durchaus interessant gewesenen Mist wiederholen?
Leben am Fließband?
Aber der Vorteil dieser meiner Lebensmüdigkeit liegt auf der Hand: wovor sollte ich da noch Angst haben?
Tut sich ja eh nix, was sollte ich da verpassen? ob nun Trittin oder Nahles oder der olle Adenauer (der hatte Unwissenheit damals wenigstens ein deutliches Bisschen noch als Entschuldigung; wahllose Zusammenstellung ohne Anspruch auf Richtigkeit oder gar Vollständigkeit, für mich eine Stufe mit jenem schon erwähnten angemessen zu viel Pech habenen Schiffsführer; alles Ratten, die zuerst das sinkende Schiff verlassen, sobald aller Profit, sprich: alle Leichen gefleddert, abgegrast ist). 

Sind wir wirklich so?
Menschen(ver-)führer sind zwanghaft Ratten?
Und wollen wir weiterhin so sein?

Die Welt, das auch ohne uns vorhandene Sein, ist jedenfalls nicht so. Ja, Mensch könnte sogar glauben, es sei wie für uns gemacht. Allerdings ist das dann wieder eine Verwechslung von Ursache und Wirkung: korrekt ist, wir sind so gemacht, wie unser Universum ist. Aber es ist zumindest beinahe egal, ob nun unser Zug losfährt und der von uns betrachtete stehen bleibt oder wir weiterhin stehen. Wir sitzen nun mal alle im Zug der Zeit.
Es gibt Menschen und Ratten, und sogar Menschen, die lieber Ratten sein wollen!
Egal, ob's so vorgesehen war, nun ist es jedenfalls unbestreitbar so.
Vielleicht mag es ja nur ein einziges Bernsteinzimmer geben, und das ist ja schon nur ein Vielleicht, aber Räume haben wir unendlich! Selbst wenn es nur ein einziges Weltall geben sollte.

Denn mit jeder neuen Erkenntnis erschließen sich uns auch neue Erkenntnismöglichkeiten. Jede gefundene Antwort gebiert neue Fragen! Unsere uns eigene Neugier wird nie befriedigt sein.
Grund zum Leben werden wir immer haben.
Einzige Bedingung: wir müssen aber auch leben!
Uns nicht nur mit Wiederholungen begnügen. Weiterhin mobil, beweglich sein.

Das Mobiltelefon nur so als Assoziation und um auch mit diesem Un- oder auch nur Missverständnis aufzuräumen, ist es keinesfalls, es taugt also auch als Alibi für unsere so gewollte Dummheit: Illusion der Beweglichkeit nichts, ebenso wie's internet. Die Statik, das nur Verbreiten des schon Vorhandenen, nicht einmal wenigstens das Verbreitern, ist und soll ja auch deren Stärke sein. Auch wenn gerade das internet wohl kraft seines Ursprunges Bewegungen nicht ganz und gar verhindern kann. Sehr zum Leidwesen aller Diktaturen und möchte gern Diktaturen, sich aber noch demokratisch meinen, nennen zu müssen. Warum? na klar: Angst!
Wovor? Angst vor uns! Uns bösen Wölfen. Huuuuaaaarrrrrhhhh! Wir könnten ja noch das letzte rote Käppchen auffressen?
Vor der ihnen eigenen Rattenphilosophie: noch nie gesehen, dass Wölfe sowas fressen, aber glauben den Brüdern Grimm, die ja nur ihre Namen ehren wollten, quasi ein Wappentier, den Isegrimm, sich schufen.
Schon erstaunlich, sowas dann mobil zu nennen, oder?

Fortschritt?
Mobil? Beweglich?
Fortschritt im besser Stehenbleiben!

Wirklich Neues wagen!
Lebendig sein!
Unsere ewige Ruhe und Sicherheit werden wir schon noch und bald genug haben.

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*) zu Filme möchte ich noch erwähnen:
Es sind ja sogar immer mehr "handwerkliche" Fehler zu bemerken. Seien es miserable Tonmeister, unverständliche Dialoge beispielsweise, oder ebensolche Redakteure: immer der gleiche, vermeintlich werbewirksame Mist wie Krimis, Familienklischees und/oder am besten mit Tieren als Kommissare oder Ehebarater.
Kritisch und eben sehr offensichtlich erscheint es mir, dass eben Kommunikation mittels Dialogen dermaßen nebensächlich wurde, dass man sie am besten unter Lärm oder wenigstens unter Musik versteckt. Und das sogar beim sogenannten Bildungs-TV.

Das muss man sich mal ausmalen: da prügeln sich buchstäblich hunderte von Möchte-auch-mal-so-gern-Schauspielern durch jede Menge castings-shows mehr oder weniger unbeschadet, RTL kann jedenfalls mit Fug und Recht behaupten, der Schaden war schon vorhanden, das waren wir nicht! ergattern endlich eine Sprech- oder Synchronrolle wenn auch nur mit einem einzigen Satz, und dieser wird dann auch noch mit Lärm oder gar mit Musik unterlegt? Nein! Übertönt!

Also trotz oder weil weiter entwickelter Technik schlechtere Techniker?
Ist das so?
Soll das so sein?
Und wenn ja und nein, warum zahlen wir denn dafür?

Was meint Ihr wohl, wie schnell Werbung verschwunden wäre, wenn signifikant - es muss noch nicht einmal mehrheitlich sein, 20-30 Prozent Absatzverluste sind da schon grau- aber vielleicht ja auch heilsame Unendlichkeiten des Profitkapitalismusses! (is'n weißer Schimmel. Muss den aber nehmen, weil völlig unverständlicherweise Kapitalismus statt Profitgierismus genannt, mit Kapital hat und hatte es noch nie zu tun, wie uns ja auch unsere Banken mal wieder bweisen und bewiesen. Tja, der alte Marx: immer diese Romantiker, diese hoffnungslosen weil -übervollen Optimisten, wußten nicht, dass einzig und allein hilft, die Dinge auch so zu nennen, wie sie nun mal sind. Im Guten WIE im Schlechten!) - gerade die beworbenen Produkte NICHT und schon gar nicht noch MEHR gekauft werden! Jede und jeder RTL und wie sie alle heißen Zuschauer wenigstens einen Tag lang 'ne Strichliste macht, anhand derer unschwer erkennbar ist, was Mensch am wenigstens braucht. Und somit auch am wenigsten, also nicht kaufen sollte?

Also mindestens das Verhältnis sehenswerter zu überflüssigen Sendungen und damit dann auch die Filme werden eindeutig und wieder besser werden.
Ist doch klar, je mehr Überflüssiges gekauft wird, umso mehr Überflüssiges wird produziert. Schließlich wollen wir es ja so!
Wollen wir es so?

Aber mit Fernsehen und überhaupt Medien ist es eben so:
Je weniger sie genutzt werden, umso schlechter werden sie!
Denn Konsum ist nicht die, wenn überhaupt eine? Nutzung. Der Nutzen kann und soll nur sein: die Erfindung, die Produktion.
Und die wiederum scheint am besten ohne Konsum und -enten zu funktionieren.
Das scheint mir unser Teufelskreis, unsere Vertreibung aus unserem nach wie vor vorhandenen Paradies zu sein. Je mehr Konsum, umso schlechter die Produktion.

Dass das weiterhin dermaßen unter den Teppich gemauschelt wird, in diesem sinnlos wenn nicht gar selbstmörderischen Versuch, sehe ich die nach wie vor und obwohl auch schon durch die Nazis praktizierte Menschenverachtung:
Mensch ist schlecht.
Mir wird schlecht!

Er/sie bedarf der Förderung. Und na klar, dann auch der Forderung!
Also braucht er/sie was noch Schlechteres, um noch Schlechter (also Besser! Denn das bessere Schlechte ist ja das noch schlechtere! Klingt nur kompliziert, ist aber ganz einfach!) zu werden.
Zugegeben: auch das ist Bildung. Und Bildungsfernsehen. Denn wir sind hier ja immer noch im Film.
Aber warum immer noch bei uns? Wir wissen doch, wohin das einst führte?
Ha'm doch wohl genug "Heil mein(e) Führer" geschrien?

Und für die wenigen, die sich in ihrer grundgesetzlich vermeintlich garantierten Menschenwürde noch (mit mir!) verachtet fühlen, sei gesagt: Wir sind einfach noch nicht oder nicht mehr gut genug!
Wir müssen einfach besser werden!
Und einfach ist das nicht, denn uns hilft dabei niemand! Alles müssen wir selber, jedeR für sich UND für uns alle, machen!

Wählen können auch wir uns auch in einer wirklichen Demokratie immer nur selbst. Und wenn wir nicht zur Wahl stehen, brauchen wir auch zu keiner hinzugehen!
Der Zug der Zeit rattert weiter, gerade auch der, der gerade Mal deutschbahnüblich (immer nur vermeintlich! Es gibt keine Statik im Universum, alles bewegt sich. Es gibt immer nur und immer nur noch dazu vorrübergehende, momentane Gleichgewichtszustände) stehen bleibt.

Times are a-changing
Come mothers and fathers throughout the land.
And don't criticise what you can't understand.
Your sons and your daughters are beyond your command.
Your old road is rapidly aging! (kein Anti-aging möglich! Meine Verständnisanm.)
Please get out of the new one, if you can't lend your hand!
For the times, they are a-changing.

Sang Bob Dylan schon vor mehr als fünfzig Jahren!


**) Über Angst lässt sich unheimlich viel und Kluges sagen. Ich möchte hier nur drei Dinge erwähnen:
1. Eine Schlußfolgerungs- oder auch nur Assoziationskette
Todesangst = Lebensangst evv. Lebensangst = Todesangst
Oder ausformuliert: Wer Angst hat zu sterben, hat auch Angst zu leben.
Woraus folgt: Leben kann nur etwas, was auch sterben kann!

Dieses Lebens- und Todesprinzip mit eben genau dieser, unserer menschlich, wie ich finde: übersteigerten Lebensangst nenne ich unsere Todessehnsucht!
Alle heutigen Menschen - es mag noch einige naturnahe Völker als Ausnahmen geben - haben zu Leben verlernt, weil sie lieber SICHER sterben möchten!
Wahrlich, ich sage Euch: Einzig sicher ist unser Tod!
Keine Angst!

2. Sowas wie'n Zitat, weiß aber nicht wie genau und von wem:
Angst vor etwas Unausweichlichem, Unveränderbarem ist Dummheit!
Viel kürzer, viel aussagekräftiger UND vor allem viel zutreffender als das berühmte Gelassenheitsgebet!

3. Angst ist heilbar!
(Man beachte bitte diesen Widerspruch in sich, denn Angst ist üblicherweise keine Krankheit! Krankhaft wird erst die Angst vor der Angst.)
Allerdings - und das ist unsere menschliche Schwierigkeit, Verantwortung, eben überhaupt unsere Menschlichkeit - wir müssen das SELBST wollen. Keine/r kann uns das abnehmen. Erst wenn wir wirklich wollen, können wir auch lernen, Angst haben zu können! Denn Angst ist ja was Gutes, Schönes. Eben wie ein häßliches, archaisches Insekt, noch dazu lupenhaft vergrößert in einem Bernstein.


***) Führung?
Schon aufgefallen, wie wenig wir ein solches Wort hinterfragen?
Führung? Kinderkram?
Oder gar noch nicht mal was für Kinder?
Geschweige denn für Erwachsene?
Führungsqualitäten?
Gibt's denn sowas?
Geführte Sprache der Dichter und Denker!
Zum Glück kann der olle Goethe sich nicht mehr umdrehen. Zumal er selbst so bemerkenswert merkwürdig dachte.
Heillose (Ver-)Führer!
Egal, nur eben wie lange noch?

Sind Führer eigentlich gebildet?
Oder bildet Bildung Führer?
Jedenfalls ebenso interessant wie Führung ist Bildung.
Warum fragt bloß niemand da nach?
Lieber ungebildete Antworten der Führung als selbstgebildete, ungeführte und unführbare?

Eingebildete Führung und geführte Einbildung!

Also wenn schon Bildung, warum sich dann nicht weiterbilden im Angst haben können?
Zumal es dafür garantiert keine Pauker und Zensoren gibt. Ja nicht mal irgendwelche Institutionen wie Schule oder Unis. Die dienen weiterhin ja nur dazu, jedenfalls sind sie es:
Angsteinflößend!
Gerade auch durch und in ihrer Führung.

Also: Lacht doch mal wieder! (Ausrufezeichen: is'n Befehl! Mir ist mein Leben ernst genug, ich will es nicht auch noch ernst meinen!)
Wat schalln wi og sons anners moken?

Donnerstag, 23. Mai 2013

Krüppeldeutsch

Vielleicht nicht der richtige Titel?
Denn es geht hier mir nie um Deutsch an sich, denn auch hier IST gerade im Zweifel alles nur deutsch!
Wenn vielleicht auch nur das Deutsch eines deutschen Krüppels.

Es geht hier also um Krüppel. Und das in Deutsch. Soweit klar?

Habt Ihr Euch mal die Frage gestellt, was eigentlich einen Krüppel zu einem macht?
Nehmen wir also mal einen Contagan-Krüppel. Der oder die hält "Normalos" von Geburt an für krüppelhafte Unnormalos. Er/sie begreift nicht von Anfang an seinen/ihren Krüppelstatus. Dieser wird erst mühsam wie alles erlernt werden müssen. Solche Geburtskrüppel sind also erst erlernt miss- aber nun gebildet. Eine Frage der Bildung also. Ich nun frage mich bei aller großtönenden Bildungsdiskussion, warum wir hier in Deutschland und auf gut oder schlecht oder beides Deutsch unbedingt Krüppel BILDEN wollen?

Anderes Beispiel:
Hat der Krüppel selbst schuld? Ist also er oder sie dafür verantwortlich? Kann sie oder er sich davon befreiend ein Normalo werden?
Nehmen wir also einen Motorradfahrer, der Einfachheit halber männlich, sagen wir mit 22 Jahren erleidet er einen selbstverschuldeten Unfall durch überhöhte Geschwindigkeit, den er nur mit viel Kampf aber ohne Beine überlebt. Dieser weiß selbstverständlich nun ob seiner krüppelhaften Unnormalität. Ischa vielleicht blöd, weil er so schnell und noch dazu Motorrad fuhr, aber ja nicht unnormal, auch nicht unnormal blöd, aber ja nicht so dumm, dass er nicht weiß, was mit ihm und wie ihm geschieht.
Aber nun kommt die entscheidende Frage:
Könnt Ihr Euch vorstellen, was in ihm vorgeht, wenn er andauernd mit dieser seiner "selbstverschuldeten" Krüppelhaftigkeit konfrontiert wird.
Und zwar noch viel und WESENTLICH mehr, als er sich selbst tagtäglich damit auseinander setzen muss? Und noch dazu mit der mitunter sogar klar und deutlich, meist aber unausgesprochenen Aussage, er sei ja selbst schuld und solle nun auch selbst zusehen, was aus ihm wird? Z.B. Arbeit suchen und finden, wo selbst offensichtlich Nichtkrüppel keine finden?
Erschöpft sich die Verantwortung der Allgemeinheit wirklich darin, sich um - und auch das nur sehr zögerlich und unwillig - barrierefreie Sonstwasse zu kümmern? Was also bewirkt Fordern und Fördern bei diesem Menschen? Motiviertes "Hallo!!! Ja sofort! Dankeschön!"?

Ich sag Euch was:
Ich als meinetwegen sehr gerne unnormaler Arbeitslosengesellschaftskrüppel werde mit jedem Mal, mit dem mir erfolglos meine noch dazu nur vermeintliche Unnormalität um die Ohren gehauen wird, demotivierter! Denn immer mehr begreife ich, wie normal ich selbst bin. So normal, wie sich ein/e sogenannte/r Normalo gar nicht vorstellen kann. Allein schon deswegen nicht kann, weil er/sie sich das angstvoll gar nicht vorstellen möchte. Ich KENNE - zwangsläufig, auch UNGEWOLLT, versprochen! - beide Ansichten! ICH bin - wenn überhaupt! - der Gebildetere!
Mir geht es da wie einem Suchtkranken: jede missglückte Therapie ist ein Schritt tiefer in die Sucht! Und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass jede weitere Therapie missglücken wird!

Soweit zu unseren aller noch dazu von uns erwählten "Therapeuten"?
Krüppel brauchen diese - der statistische Vergleich der Zahlen von offenen Stellen und arbeitslosen Stellengesuchen beweist es! -, um von ihrer eigenen Krüppelhaftigkeit abzulenken, sich ihre eigenen und immer dummerhaftiger werdenen Träumen, Wünschen und Illusionen weiter und immer mehr leisten zu können.
So viel braucht Mensch? (abgewandeltes Zitat des Mottos des kürzlichen evangelischen Kirchentages in Hamburg)
Glückliche Menschen! Herzlichen Glückwunsch.
Ich bin gern euer Krüppel, es macht mir Freude, euch glücklich zu wissen. Trost in meinem vermeintlichem Un- oder gar Glück ist ja gerad das auch von mir damit bewirkte Glück anderer!

Vielleicht sollte ich doch mal das Saufen anfangen, das macht meine Sozialkrüppelhaftigkeit so viel einfacher! Und wenigstens weiß ich, warum ich dann ein Krüppel bin. Mit allen Vor- UND Nachteilen.

Als arbeitsloser Sozialkrüppel sind mir die Vorteile: nämlich es für mich momentan und auf für mich nicht absehbare Zeit am wirtschaftlichsten zu halten, statt jeden Tag zur unmenschlichen Sklaverei zu dackeln für einen mehr oder weniger Hungerlohn, eben für diesen nur zu Leuten zu dackeln, aber eben nicht jeden Tag. Auch wenn das mir meinen an sich schon unerträglichen Zustand immer wieder und immer wieder über Gebühr verdeutlicht. Diese "Vorteile" also, die einzigen, die mir mein Leben hier noch ermöglichen, sind jedoch "rechtswidrig", also verboten. Meine Krüppelhaftigkeit ist also nicht nur selbstverschuldet, sondern auch noch verboten! Ich armer UN-? Normalo!

PS
Ich weiß, dass das alles wieder viel zu verworren ist. Aber ändert das etwas an der Realität?
Und - schlimmer noch! - bin tatsächlich ich dafür verantwortlich, wenn die Mehrheit in diesem unserem Lande damit nichts anfangen kann und schon gar nicht will?

PPS
Ich erinnere mich! Vor Jahrzehnten schon wurden die selbsternannten aber mehrheitlich unwilligen Arbeitgeber mehrfach - eine der wenigen kritischen Bemerkungen, die Offizielle sich trauten, zu äußern - darauf hingewiesen, dass, wenn sie nur ungenügend Arbeit geben, ihrem selbstgegebenem Anspruch also nicht gerecht werden, sie bald auch keine Arbeitskräfte mehr hätten.
Und? Wie wird heute diskutiert? Einwanderungen erleichtern?
Ist das das, was unter barrierefreien Zugängen verstanden wird?

Vielleicht doch besserer Titel:
Deutsch für normaldeutsche Krüppel?

Sonntag, 20. Januar 2013

Konkurrierende Kooperation

Es ist ein tröstlicher Gedanke - ich finde ihn deutlich tröstlicher als irgendeine Hoffnung? Illusion? Glaube auf "jenes höhere Wesen, das wir" (Zitat aus Bölls "Dr. Murkes gesammeltes Schweigen") Gott nennen - wenn die Forschung uralte menschliche Weisheit als neue Erkenntnisse entdeckt. Es bestätigt meine These, wonach der Mensch in sich eh alles weiß. Von wegen 'Tabula rasa'; Rasieren ist bislang nur dem Menschen vorbehalten, egal ob nun den Kopf oder die Beine.

Gefragt habe ich mich immer schon, wieso ich so wenig von evolutionärer Weiterentwicklung mitbekomme. Die bislang mich aber unbefriedigende Antwort lautete: subjektive Nicht-Wahrnehmung auch bedingt durch zu kleine, beispielsweise Zeit-, Wahrnehmungsfenster. Auch die offensichtliche Widersprüchlichkeit sogenannter egoistischer Gene mit tatsächlich beobachtbaren Phänomenen stellte mir die ausschließliche Wahrheit Darwinscher Evolutionstheorie in Frage.

Wie gesagt: es tröstet mich, wenn Evolutionsbiologen und -psychologen aber auch Genforscher nun die "kulturelle Evolution" und damit das kooperative Miteinander von Arten und hier besonders beim Menschen als mittlerweile viel bestimmender für die Entwicklung der Natur ansehen als die chemische Evolution der Moleküle. Welche jedoch - daran besteht für mich kein Zweifel - Jahrmillionen oder gar Jahrmilliarden lange und auch noch heutige  Voraussetzung dafür war und ist, dass überhaupt sowas wie Kultur entstehen konnte.

Einschub kleiner Bemerkenswertigkeiten:
1. Kultur hat eine wenn nicht genau nur diese wichtige Voraussetzung: Kommunikation! Sprich:Sprache. Verständigung. Es spricht für die deutsche Sprache als zumindest einstmals Sprache der Dichter und Denker, dass Verständigung mitunter als Synonym für Kooperation gebraucht werden kann.
Die menschliche Sprache mag sicherlich auch auf genetische Veränderungen gegenüber nicht sprechenden menschlichen Verwandten zurück geführt werden. Tatsächlich aber hat das Sprechen beim Menschen noch weit größere Veränderungen in seinen Genen bewirkt.
2. Es scheint Vieles darauf hinzudeuten, dass die kulturelle Evolution sich sogar der ursprünglichen Molekülevolution bemächtigt und damit überlagert, wenn nicht gar abschaltet. Mittlerweile ist nachgewiesen, dass kollektive Erfahrungen, quasi Wissen und Austausch von Informationen, nicht nur aber eben auch das menschliche Genom verändern.
Schon länger bekanntes Beispiel ist die kriegsbedingte Hungersnot in den Niederlanden, die genetisch auch noch bei Enkelkindern der damals Gebährenden nachweisbar ist.
3. Irgendwelche "rassistischen Besonderheiten" werden ins Reich der Märchen verbannt, wenn nicht die Gene sondern Kultur bedingte und schaffende Verhaltensweisen diese ohnehin verändern.
4. Auch die molekulare Evolution ist ohne Kooperation nicht möglich: Wie sonst wäre die Entwicklung kooperativer Zusammenschlüsse von Stoffen und Molekülen zu Bausteinen des Lebens, zu Viren, Einzellern und - vollkommen offensichtlich in einander gesund nur kooperierend müssenden - Mehr- und Vielzellern erklärlich?
5. Eben weil Konkurrenz und Kooperation viel eher ein begriffliches, sprachliches Phänomen, also Ansichtssache sind, abhängig von Standort, Betrachtungsrichtung und Namens-, Begriffsbildung, bestätigt dies genau wieder die überragende Wertigkeit und Ursachen und Wirkungen von kultureller Evolution.
Egal wo man steht, wohin man guckt, man muss schon blind sein wollen, um das erst jetzt noch dazu nur wieder mal zu sehen.
Aber vermutlich wird es immer noch katastrophal ausreichend Menschen geben, die weiterhin lieber wegblinden!
Verdient!
Und womit?
Mit Recht!
Recht ist und soll ja die in Stein gehauende Kooperation darstellen. Damit ich's mir leisten kann, gegen meine Mitmenschen zu arbeiten!
Einmal mehr als gut, doch besser arbeitslos zu sein!
6. Mensch wird nun mal erst klug - und leider eben doch nicht kollektiv evolutionär genug, um nachhaltig wirklich klüger zu werden - wenn er auf die Schnauze gefallen ist. Solange er wieder aufsteht, kann man das ja vielleicht vergessen.
    Jedoch sollte nie wieder vergessen werden, dass jedes Hinfallen auch das letzte gewesen sein kann. Und wenn 8 Mrd. immer noch genauso stolpern durch ihr Leben wie ein paar Millionen oder auch nur ein paar Clans, erhöht das deutlich - schließlich ist Mensch ja nicht irgendeine daher gelaufene Ameise, sondern Welt und wohl auch Evolutuion bestimmend - die Wahrscheinlichkeit, dass ein solch massenweiser Niederschlag unsere Welt, unser Universum gar unaufstehlich in seinen Grundfesten erschüttert!
Lass dir doch mal ein Kilo oder 8 Millionen Tonnen - das ist massstabsgerecht! - auf den Fuß fallen, dann wird klar, wovon ich spreche!
Aber genau das machen wir zu unserer Kultur: konkurrenzbedingt - wenn nicht ich, dann ein anderer! - zerstören wir lieber selbst unser Zuhause! Und damit unsere bislang einzige Lebens- und Überlebensmöglichkeit!
Frage: Habe ich als letzter, einzig lebender, allein nur die Kraft des Wiederaufstehens gefundener Mensch nun gewonnen oder wie alle anderen auch nur verloren?
Wen also töte ich? Wenn ich töte und nicht aufesse, was ich mir selbst und offensichtlich am Besten von allen nun gestorbenen Mitkotzbrocken einbrockte?
(Konkurrenz wird gekennzeichnet von Gewinnen und Verlusten. Was sind aber nun Sieger, die keine Verlierer mehr haben?)

Wirklich interessant an dieser - ich nenne sie nun mal so, weil "wissenschaftliche Erkenntnis" ein zu ungenauer Begriff geworden ist - Weisheit ist:
Im Gegensatz zu Darwins Gegeneinander, "Krieg" der Moleküle und ihrer Träger beschreibt nun weit mehr das Miteinander, die Kooperation, die Entwicklungsrichtung. Konkurrenz, Wettbewerb verkommt damit von der "wahren Bestimmung", vom Mittel zum Zweck oder gar vom Zweck an sich zum bloßem "Spezialfall" der Kooperation. Denn die scheint natürlichen Vorrang vor der Konkurrenz zu haben. Wie anders wäre der sogenannte, weil ja durchaus fragwürdige Erfolg der verhältnismäßig schwachen Spezies Mensch erklärlich, die ja sogar alles auf die Karte des Mit- und nicht Gegeneinanders setzend ihre Hauer, ihre Eckzähne "freiwillig" rückbildete?

Wenn wir also nun sogar "wissenschaftlich" feststellen, welchen Stellenwert die Kooperation für uns aber noch weit mehr für die irdische Natur und gar für unser Universum hat - wir sind ja eigentlich nur ein erster Versuch molekularer Evolution, kooperierende, kommunikative Spezies zu entwickeln, ein momentaner Endpunkt, ein finaler wenn überhaupt nur dann, wenn wir uns weiterhin "miteinander konkurrierend" dazu werden lassen und auch dann nicht unserem Universum etwas Besseres mehr einfällt - dies also als "Weisheit letzter Schluß" feststellend, wäre es doch mal angebracht, darüber nachzudenken, was denn genau Kooperation und Konkurrenz sind. Wie sie miteinander oder auch gegeneinander aber zusammenhängen? Wann was Vorrang hat?

Geschichtlich erwiesen ist die Banalität, dass besonders gut miteinander kooperierende Gruppen, Völker und andere Zusammenschlüsse länger lebten und wirkten. Ein Wettbewerb fand eigentlich immer nur mit Dritten statt. Konkurrenz UND Kooperation treffen sich also in dieser Unterscheidung zwischen dem Innen und dem Außen: mit dem einen wird zusammengearbeitet und mit dem anderen gerungen. Mir erscheint die Theorie der kulturellen Evolution als zwangsläufige weil nur so fortbestehen könnende Kooperative plausibel, sie spiegelt mein Ich wieder, das ich auch gut unterscheiden kann als inneres und äußeres Ich, sowohl körperlich wie auch geistig seelisch.
     Jedoch wird so selbstverständlich dieses unser Deutschland als überholt, als schon lange tot, es weiß es nur noch nicht, begriffen. Denn von Kooperation ist immer weniger zu spüren in diesem doch weit mehr miteinander konkurrierendem Zusammenschluß. Ja eigendlich ist das kein Zusammenschluß mehr, da hält nichts mehr zusammen, was vielleicht ja mal zusammen gehörte. Deutschland hat 'nen Knall!
Is'n explosiver Haufen, bestenfalls - aber auch das erfolglos - um Exklusivität bemüht.

Welche Amtsanmaßung steckt eigentlich dahinter, sich anzumaßen, Ämter anzustreben?
Gar zu verdienen?
Wo und ab wann schlägt das Bemühen um Kooperation in bloße und simple alles niedermähende Konkurrenz um?

Gedanken in diesem Zusammenhang:
1. Den christliche Anspruch, doch bitte schön kooperativ die andere Wange auch noch hinzuhalten, kann ich nur als Symbol eben für diese Wichtigkeit des Miteinanders ansehen. Als kollektiv-weise Verhaltensregel scheint gerade das mir kontraproduktiv. Ja mehr noch: es wird damit kooperieren wollenden Menschen eine Kooperation suggeriert, wo genau aber eine Konkurrenz bestimmt und somit weiter besteht..
1.1. Es mag zwar sein, dass Kooperation der eigentliche Antrieb der Evolution wie auch des Menschen ist, jedoch scheint mir im Einzelfall, in einer Situation, die von Konkurrenz geprägt ist, kooperierende Verhaltensweisen fehl am Platz. Ja, sie scheinen diese Konkurrenz gar noch zu verschlimmern und zu beschleunigen. (In einer kriegerischen Auseinandersetzung ist alles erlaubt! Auch wenn das nicht stimmen soll, stellt sich doch eher die Frage: Ach? Im Krieg ja, im Frieden nicht?)
1.2. Insofern hat also jede Konkurrenzsituation etwas Übermächtiges, etwas Ausschließliches. Was ja auch mit unseren zumindest europäisch tradierten Ansichten und daraus folgenden Verhaltensweisen in Einklang steht.
Der Punkt ist eben genau der: Es mag für einen deutschen Soldaten bestimmend sein für sein so Sein Wollen, sich zu fragen: Lebe ich, meine Familie, mein Volk länger, wenn ich beispielsweise in Afghanistan zuerst töte? Tatsache ist aber, dass diese Frage nicht ums Leben geht, sondern nur ums Sterben. Lebendige Frage lautet nicht: will ich sterben oder nicht. Sondern: will ich töten! Soll ich etwas tun, was sonst ein anderer täte?
Vor lauter Angst vorm Sterben wird das Leben - gerade auch mein überlebendes - getötet!
Denn wie will ich Leben erhalten, noch dazu menschliches, wenn ich es töte? Die Wahrscheinlichkeit zu sterben - ohnehin ein sicheres Ereignis, also 100% - nicht nur erhöhe ich durch mein eigenes Mitwirken dazu, sondern beschleunige das Sterben an sich? Statt mit dem Leben zu kooperieren und in Konkurrenz zum Sterben zu treten, konkurriert Mensch mit Soldaten mit dem eigenem Leben!
Die Problematik der Todesstrafe ist nicht die, ob ein Mensch den Tod verdient hat. Sondern die: Ist ein Mensch noch ein kooperatives Wesen, wenn er/sie Menschen das Leben nimmt? (Ohne es wenigstens aufzuessen. Denn nur Nahrung muss Wesen töten, verinnerlichen, um nicht vorzeitig zu sterben.)
Also die Frage nach dem Henker ist das Problem der Todesstrafe, wie überhaupt jedes strafen wollenden Menschens: nicht, wer soll das sein sondern, wer will das sein? Und wer ist sowas? Und überhaupt: was soll sowas unter uns?
Und was macht solch Verhalten mit uns?
Und unserer Welt? Unserem Universum?
Oder auch nur mit unseren Molekülen, unseren Genen, damit aber auch mit unseren Kindern und Enkeln?

2. Wir haben mit Kooperation uns erfolgreich globalisiert, sind Welt beherrschend damit geworden, die wir nun mit globalisiertem Konkurrenzhochdruck zerstören!

3. Intelligenz ist teuer, kostet viel Energie. Dumm lebten auch wir besser, weil weniger energieverschwendend. Aber noch dümmer und damit eben nur besser sterbend, also schlechter lebend ist die Energieverschwendung, sich selbst dümmer zu machen, als Mensch nun mal ist. Das Gehirn frisst mit, ob wir's nun nutzen oder nicht.
Mein Tipp: Nutzen, ansonsten verschwindet es!

Halten wir daher noch eines fest:
Eine wie auch immer geartete soziale Marktwirtschafft ist bestenfalls eine kooperierende Konkurrenz, nie jedoch eine wie auch immer konkurrierende Kooperation.
Mich tröstet dieser Gedanke der Wissenschaft, wonach die Unmenschlichkeit des konkurrierendem in Grund und Boden Stapfens nicht nur äußerlich sondern auch dem Innersten des Menschen widerspricht!
Aber egal ob nun Außen oder Innen: Weiterhin Konkurrenz zwischen uns?
Mit uns dann eben nicht!
(Mal Hand aufs Herz: warum auch? Prototypen sind nun mal keine Serienmodelle, eigentlich nur reif fürs Museum!)
Jedenfalls sieht's genauso mal wieder aus!

Aber vermutlich bin auch ich nur wieder blind, stehe verkehrt und vor allem blinde in die falsche Richtung.
Tja, Bildung halt, sorry!

Mittwoch, 27. Juni 2012

Die Wende?

Was? Schon wieder?
Ich meine: schon wieder, diese Wendehälse?
Nee, noch immer!

Aber nun mit: Energie?
Na vielleicht, schau'n wa ma.
Bislang jedoch ist die Energiewende ziemlich energielos.
Wäre ja auch mal gewendet: nicht energische Energie.
Und da zweifelt noch jemand an der Nichtgöttlichkeit des Menschen: stellt sogar Naturgesetze außer Kraft. Energie ohne Energie!

Eigentlich ist damit schon alles gesagt. Für diejenigen, die nach dem Warum und nicht nur nach dem Wie fragen, wird's nun schwierig.

Fangen wir am Anfang an, na gut nicht beim Urknall, beim Leben!
Ist ja doch kein Anfang, eher sowas wie Mittelalter, also mitten im Leben.
Eine der vielen Besonderheiten, sozusagen das Absonderliche des Lebens, ist dessen Eigenart, dass weder Totes noch gar Lebendiges wirklich weiß, was tot oder lebendig ist.
Einige Beispiele:
Fortpflanzung. Auch Totes "pflanzt" sich fort. Hängt nur vom Begriff, also der Sprache ab: fortpflanzen. Menschen oder andere Tiere wären demnach auch nicht lebendig, sie menschten oder tierten sich ja fort.
Tamam, auch gut, wie ok, nur eben türkisch, verstecken wir uns hinter einer anderen Sprache, benutzen Fremdworte: Reproduktion.
Und das soll auschließliches Kennzeichen vom Leben sein?

Oder ein anderes:
Nur Leben kann sterben, wird wieder in den Tod überführt? Sozusagen aus Staub zu Staub, Asche zu Asche? Echt? Das funktioniert nur mit Leben?
Der entscheidene Unterschied zwischen Leben und toter Materie?

Am nächsten dran, was Leben denn nun ist, ist die Chemie. Eine Wissenschaft, die ebenfalls nicht selbst weiß, was sie eigentlich ist. Sie muss da schon Physik studieren.
Jedenfalls diese unterscheidet zwischen an- und organischer Chemie. Was aber auch nur die Materie, aus der auch das Lebendige besteht, trennt zwischen Kohlenstoff und den anderen Elementen. Also die Kohlenstoffchemie ist die organische, jede andere anorganische Chemie.
Warum?
Isso!
Eben weil Leben so ist! (Ersatzweise bzw. genauer gesagt: Weil Menschen so leben, so reden, es so sehen und benennen wollen oder meinen, zu müssen, zu sollen!
Noch genauer: weil irdisches Leben überwiegend kohlenstoffbasiert ist, was ja aber nicht wirklich etwas heißen muss)
Klar?

Also Sterne beispielsweise haben auch sowas wie ein Leben, einen Lebenszyklus, beginnend mit ihrer Geburt und endend mit ihrem Tod. Welcher sich nur je nach Größe darin unterscheidet, ob die Sternenleiche weiterhin im Unversum fortwirkend übrigbleibt oder sich in "Wohlgefallen", in andere Sterne oder gar in Kohlenstoff-Leben auflöst. Oder in besonders schwierigen Fällen sich außerhalb unseres Universums stellend, jedoch weiterhin als durchaus bestimmender Teil davon als sogenannte Singularität verbleibend  zu einem "schwarzem Loch" zusammenzieht. Oder zusammenfällt. Tja, eben alles nur eine Frage der Sprachen:
ziehen oder fallen?
das ist hier nur die Frage!
Davon oder wohin?
das ist sie nicht, denn das ist keine Frage mehr.
Und auch die Frage, ob Sterne sich fort"sternen", reproduzieren, ist damit beantwortet:
"Ja! Nur eben lustlos! Ohne Sex!"
Wie Bakterien oder andere Mikroben halt.
Jedenfalls nach meinem menschlichem Ermessen. Der ich nicht weiß, wodrin die Lust der Sterne besteht, das also auch nicht wirklich ermessen kann.


Also die Frage nach dem Warum ändert das Sein nicht! Die Frage nach dem Warum dient nur dem Sein! Dem so UND nicht anders Sein.
Soweit verstanden?

Ich sag ja: ist schwierig. Das Universum, alles! wäre einfacher ohne Sprache, ohne Wissenschaft. Ohne Verständnis. Ohne Leben. Das Problem einer jeden Wendung des "Schicksals" begann also mit jener zu viel Energie verstrahlender Wende hin zum verständigen, nun aber verständnislos sein könnendem, vermögendem, teuflisch gut=göttlich seiendem, sprechendem UND damit lügendem Menschen.
Rechthaberisch Unrecht - und womit? nee, nicht mit Recht! nur mit Sprache! aussprechendem und ausgesprochenem - ja was? Recht? Unrecht? Oder? Und? - jedenfalls nun mal sprechendem Menschen.
Ein sozusagen immer wieder gern gehörter, schweigender Versprecher! 
Also menschliches Leben, Lebendigsein wäre damit wohl gut benannt?

Ich weiß ja nun nicht, wo ihr seid, ich jedoch bin immer noch bei der Energiewende. Die ja angeblich und nur hier in Deutschland, wo auch ich bin, ist!

Aber schauen wir doch mal, wohin wir bisher gekommen sind? Mit unserer Sprache, dem Deutschen und unseren Fremdworten:
Produktion und Asche zu Asche, Staub zu Staub!
C'est la vie!
Wie die Franzosen sagen, weil's immer passt.

Bemerkenswert, finde ich. Für mich ein Zeichen dafür, das gerade das Deutsche noch nicht alles Dichterische und Denkerische bislang - trotz Schröder und Merkel, um nur mal die letzten "undeutschen" weil unverständigen, verständnislosen oder zu wenig verstehende Auswüchse des deutschen Seins bei ihren Namen zu nennen - noch nicht alles verlor.
Sozusagen das Deutsche noch nicht völlig verloren ist!

Jedoch besagt das auch nur nichts. Es zeigt nur, dass ich bemerkenswert finde, was ich bemerke. Und somit eigentlich nicht sonderlich bemerkenswert ist!
Weil ja auch keine Wende, nichts Neues:
Das Sein, das Universum, Alles ...
ist so, weil ich so bin!

Es ist so, wie ich sage. Mich und Es benenne.
Und ich sage es so, weil ich so rede.
Nicht etwa, weil es so ist!
(Wäre es nicht so, wäre es anders, ich wäre nicht oder zumindest auch anders! Allermindestens redete ich dann nicht so, gar nicht wohl, oder zumindest anderes!)
Wir haben also tatsächlich nur diese Wahl:
Ist es so, weil wir so reden?
Oder reden wir, weil wir es so haben wollen, sodass wir es genauso und nie anders auch bekommen?
Jedenfalls egal wie es ist, wir reden so! Noch!

Ich, Es wird nicht anders nur durch Namen. Auch und schon gar nicht mit neuen!
Namen drücken nur eine Bemerkung aus. Ohne Namen eben auch nur nichts gemerkelt!
Mit Wenden, neuen Namen nur noch mehr unbemerkt bleiben lassen wollen.
Der Wille, der Weg der Unscheinbaren, sich lieber verstecken, unsichtbar bleiben Wollenden:
Neue Namen!
Wenden!
Mit oder ohne Ree.
Leider eben auch ohne Kontra!

Nur mal und ziemlich dumm bemerkt:
Mit wenigen Ausnahmen - die dann wohl eher schon zuviel bemerkten? - bemerken gerade kinderlose Menschen eher wenig.
Sie haben eben ja auch keine bemerkenswerten Kinder gezeugt!
Also auch nur wenig zu bemerken!

Denn es ist so! IST einfach. UND noch einfacher: ohne warum und weil!
Ohne Wenn UND Aber!
Es ist einfach!
Genau wie du und ich!

Ich sag ja: Wenn hier eine/r Gott ist, dann bin ich das!
UND Du UND Du UND.... alle immer nur dumm rumreden könnende Menschen, nicht mal Deutsch muss Mensch dazu verstehen,
ja auch Merkel und Schröder, nur eben die nicht so besonders, wie sie gern selbst von sich denken! Und wofür sie mit viel zu viel Energie bezahlt werden:
H4 reicht völlig für soviel Unverständnis!

Energiewende - Energie - Leben - Produktion - Asche und Kohle - wie immer hier: Deutsch, das ist das, was wir bis und hier haben.

Was also noch fehlt, weil es ja schon da ist, wäre Kapitalismus.
Tja, was ist das denn nun schon wieder?
Einfache Antwort?
Ein Fremdwort! Nichts Deutsches!

Vermutlich auch wieder etwas, was kein Mensch weiß, was das ist und sein soll!
Die beste Definition besteht für mich im folgendem:
Kaptialismus ist dort, wo
die Vermögenden können aber nicht wollen
UND
die armen Nichtskönner wollen aber nichts vermögen!

Kapitalismus ist also Tinitus der Augen:
Alle sehen nur noch Pfeifen!
Ist management by jeans:
an den entscheidenen Stellen befinden sich die Nieten!
Ist Beförderung zur Unfähigkeit:
Solange, bis sie klar und deutlich ans Tageslicht tritt, unübersehbar wird. Dort bleibt sie dann kleben bis zum Untergang!

Und die Energiewende?
Energiewende mit Kapitalismus ist keine.
Viel Energie für Nichts!
Ist keine Wende, schon gar nicht mit Energie!

Energiewende funktioniert nicht mit Profit!
Gibt keine Gewinne, nur Verluste!
So ist Energie nun mal, gewinnt nie, verliert immer!

Einfaches Beispiel?
Fängt schon mit dem Netzausbau an: kostet viel, ok aber bestimmt nicht gut, nur amerikanisch: nur noch durchgekauter! zahlen ja die Verbraucher!
Aber verdienen wohl doch nur die Erzeuger dran?
Und die Netzbetreiber sollen die Netze erzeugen?
Bei diesen Merkels und deren "Umwelt"minister?
Einer pfeift schlimmer als der andere?
Nur die Löcher werden immer letzter?

(In Russland werden sie - die Löcher- verschmäht, übrig gelassen.
In den USA mit verspeist!
In der Schweiz drum herrum gegessen?
In Deutschland dumm herum geredet und Mais für lebendiges (Bio=Leben) Gas angebaut?
Zur Strom"erzeugung" - Strom = Spannung, die keine ist, umso niedriger je höher gespannt verspannt, erzeugt, gezeugt ...
von wem oder was denn? für wen oder was? wovon denn?
... sie wird - der dann in Gas wieder speicherbar ist.
Ein Pfurz!
Sch... zur Kohlegewinnung.
Gold aus Abgas?
Aber frisch gewendet!
Käse, nicht nur aber auch!
Schokolade für Kühe!
Perlen für Säue?
Nee, nur menschlich! Wenn auch tierisch!)

Harascho, zur Abwechslung mal russisch statt dem amerikanischem Kaugummi-OK oder dem deutschem ohnehin nicht gut, ist nicht so einfach, trotzdem ist es aber genau so:
Erneuerbare Energie funktioniert nicht mit Profit! Nur mit Verlust. Einziger Unterschied: dieser Verlust ist solange erneuerbar, solange wir auch noch Energie essen können!
Unser Land für unseren Hunger nutzen, nicht für unser Fortkommen.
(Energie verschwenden wir dafür, denn auch ohne Energie komen wir nur umso schneller fort aus unserem Leben! Einfacher Hungerstreik genügt vollkommen)

Erneuerbare Energien *) brauchen Speicherung. Nicht nur Netze.
Aber wie Transport bringt auch die Speicherung keinen Gewinn. Kostet immer nur.
Solange also die Verluste sozial und die Gewinne privat - auch eine gute Beschreibung, Benennung von Kapitalismus! - solange wendet sich nichts, nichtmal energielose Energie.

Bleibt alles nur Sprache, leere Worte, Lippenbekenntnisse!
Deutsch halt.

Das Sein wird nur noch immer undeutscher! Aber es bleibt Alles beim Alten.
Und auch das ist - noch - aber nie nicht nur deutsch!

Das Beste zum Schluß!
Oder
Warum ich erst hier Dinge nenne, von und mit denen ich schon von Anfang an redete:
Sprache!
Was ist das denn nun schon wieder?
Sprache?

Beschreiben wir nur mal das Sein!
Das Werden!
Das Warum sehen wir allein ja schon damit.
Und ebenso das Wie!

Am sprechendem Anfang war der Name, die Vokabel, der Begriff
(Regeln und deren Regelmäßigkeit kam viel, viel später. Erst nachdem klar wurde, dass Mensch auch mit Begriffen seine Begriffslosigkeit nicht begreifen will).
Menschen - also mindestens wir - gaben Dingen ihren Namen, einen Begriff, den sie und wir vorher nicht hatten. Wir wollten also wenigstens sprachlich verstehen, was wir auch ohne nicht verstanden.
Sprache ist also die Begriffsbildung für Unbegreifbares.
Vielleicht wäre eine Wende dann erfolgt, also reich, weil erfolgreich, wenn die Vielsprecher endlich begriffen, dass sie immer noch nichts begriffen haben?

Verstünden, dass sie auch mit noch so vielen und gar neuen Worten, Verständnismöglichkeiten nichts oder gar mehr, nur noch nicht mehr verstehen.
Eben weil NUR an sich Verständnislose ein Bedürfnis nach Verständigung entwickeln.
Nur sich selbst mordende Menschen ein Gott brauchen, der ihnen sagt, was sie nicht tun oder lassen dürfen. Wozu er/sie/es ja nicht nur Sprache, nein, mehr noch Verstandenwerden - nicht etwa Verstand! oder auch nur Verständnis - bedarf!
Armselige sind reich.
Und machen damit an sich Reiche nur noch ärmer!

Sprache ist also unsere Energiewende:
Viel reden UND klammheimlich, ohne viele Worte reich dabei werden!
Energiewende also ist in unserer Sprachen eine energische Wende?
Weswegen wir im Deutschen sie ja so unheimlich, also offensichtlich und energiege- und beladen voran treiben?

Wie es ja auch gewendete Deutsche immer schon trieben? (Kleine Erinnerung an das fast gleichlautende, eben nur noch nicht gewendetes Buch eines deutschen Historikers)

Begreifen Menschen - mit Sprache, mit ihrem Vermögen, Dinge beim Namen nennen und verstehen zu können - dass sie auch damit nur noch besser und vor allem sich selbst belügen?
Lüge ist nur ein anderes Wort für den Umstand, die Wahrheit, das wahre, tatsächliche Sein, was ja kein sprechender Mensch bisher aussprechen kann und wohl auch nie können wird, wäre ja langweilig dann und das Leben unnütz,
immer noch nichts,
zu wenig oder gar deutlich Falsches,
Unwahres, Ge- und Verlogenes begriffen zu haben.

Sprache ändert nichts am Begrifflichem. Ebenso wenig an der auch mit Sprache fortgesetzten Begriffsstutzigkeit.
Die Wende wäre nur, dass das die Dummschwätzer endlich mal begreifen!

Sprache dient also dazu, ist also immer nur nichts anderes, als die eigene Dummheit in die Welt hinauszuschreien, zu pfeifen, zu schreiben!
Zur Wahl stellen UND auswählen!

Ja!
Eben genauso wie ich!
Du und ich, eine Sprache!
Der Unterschied:
Ich bekomme und will nur H4 dafür!
DU willst Millionen und Milliarden! Und noch dazu verdienen!

Wären wir so klug, dass wir alles wüssten, wovon wir redeten, wir täten es nicht!
Wir wären auf ewig zum Schweigen gebracht.
Wozu also noch reden?
Nur weil wir nun mal sprechen wollten?
Endlich mal drüber reden, was wir eh nie können?

Solange wir so viel Energie dermaßen sinnlos vergeuden, nicht nur aber gerade auch im Deutschen, solange werden nicht nur aber auch und gerade Deutsche weder eine Wende oder auch nur Energie verstehen.
Geschweige denn mit nachhaltigem, VERMÖGENDEM Erfolg bekrönt sein!

Egal ob mit oder ohne Wahl, als König oder Präsident, Stalin oder Merkel.
Unsere Dummheit besteht einzig und allein nur darin, dass wir deutsch sind.
Jedenfalls so redeten, als seien wir es!


*) Meine Vorschläge für die Unworte des Deutschen:
Plural von Energie (na gut, eh'n Fremdwort)
Erneuerbare Energien!

Wow!
Wann endlich werden sie denn mal erneuert?
Und:
Erneuern wir sie?
Oder machen es doch lieber die anderen?

Ach ja, auch noch'ne bemerkenswerte - bemerkte ich sie sonst? - Frage:
Wer erneuert eigentlich? Das Neue oder - oder und? - das Alte/die Alten?
(Mehrzahl ist ja gerade wohl "in", neu? aktuell? alt? Oder nur auch nicht gewendet?
Also nicht Gewendetes stinkt, das ist ja'n oller Hut,  alte Weisheit!
Neu, gewendet ist nun wohl: auch Gewendetes stinkt?)

Und was wird denn nun gewendet: Neue oder alte Wendehälse?
Mit oder/und ohne Kopf?