Sonntag, 19. Januar 2014

Phänomenal

Was ist das bloß? Was uns und unser Verhalten ausmacht?

Mist, zu viele Türen ins goldene Bernsteinzimmer der Erkenntnis, welche nehme ich?

Gut, UNS=WIR, wir => also auch ich: also Selbstkritik zur Selbsterkenntnis:
Es ist mir klar, dass ich hier und jetzt (aber sicherlich nicht nur hier, bzw. jetzt) sogenannte, noch dazu subjektive und möglicherweise sogar - ich versuche, das zu vermeiden! - stereotype, vorurteilsbehaftete Phänomenologie betreibe, deswegen ja der Titel.

Womit wir auch schon bei der zweiten Türe wären, genannt Empirie. Aus meiner unbedarften Sicht schlicht und einfach Lebenserfahrung. Und hier öffnen sich schon wieder gleich mehrere Türen, nämlich mindestens das Wie (sind bzw. verhalten wir uns denn?) und das Warum (sind/tun wir so?)

Also zurück zur ersten Tür und nun - schwupps - hindurch:
Ist Euch auch schon aufgefallen?

Es wird beklagt, dass wir kaum noch lesen. Schon vor Jahrzehnten war ausschließlich für die hoffnungslosen Optimisten gerade nur mal eben der Trend zum Zweitbuch erkennbar!
Und was passiert?
Es werden heutzutage Bücher verlegt, die wir in jüngeren Jahren nicht mal als Groschenromane gelesen hätten! Also allein, wenn ich da diesen nur flachen Harry Potter nenne, eines der besseren Negativbeispiele, sortiere ich gleich eine Unmenge an Lesern hier - LEIDER! - aus. Dabei habe ich wirklich nichts gegen Fantasie, nur sollte auch die mit viel Phantasie gedacht und geschreiben sein!
Und nicht mit dem allzu armen, allzu gern lieber reich sein wollenden als reich seienden Profitblick erfunden.
Gut, SchriftstellerInnen, nichts wirklich ernstes. Wie z.B. Kernkraftwerksbauer oder dieser unsägliche Kreuzfahrtschiffskapitän vor Giglio. Oder diesen z. G. Ex-Mp von Sachsen. Ob ich den Schröder Putinscher Gnaden oder diesen Arschfalla noch erwähnen sollte?

Ist es nicht symptomatisch, solchen Menschen Verantwortung aufzuhalsen?
Was bringt uns dazu, so etwas zu tun? Was läßt uns uns und damit andere dermaßen unter- nein, überschätzen?

Oder
Klar, sicherlich gilt auch für Filme, was für alle menschliche Produkte Usus ist: ein mäßiger auf zehn saumäßige. Und auf hundert mäßige eine sehenswerte Ausnahme.*)
Erstaunlich oder zumindest bemerkenswert erscheint es mir, dass, je mehr Nachfrage aufgrund gewachsener Anbieter- und Verbreiter- und auch Konsumentenzahlen, dieses ohnehin schon miserable Verhältnis immer noch schlechter für den anspruchsvolleren Zuschauer wird. Sofern es denn überhaupt so etwas gab und noch gibt: anspruchsvolle Leser? Zuschauer? Konsumenten?

Also deutlich erkennbar scheint der Versuch, über Quantität zur Qualität zu kommen, typisch menschlich wenn auch ziemlich hoffnungslos zu sein.

Interessant ist, und nun wird's auch schon etwas ernsthafter, dass offensichtlich unsere Politik und deren Protagonisten nach diesem gleichen kulturellen Schema gestrickt sind und werden:
Kaum jemand geht noch wählen!
Mit dem geradezu zwanghaftem Ergebnis, nur noch schlechtere Politik und Politiker zu haben. Ich denke, hieraus sollten wir den einfachen Schluß ziehen, Politik wie Bücher und Filme zu behandeln: entweder Spaß oder nicht (be-)nutzen!
Auf keinen Fall jedoch ernst nehmen! Also mein Eingangs dieses Absatzes erwähntes "ernsthafter" kann, soll und darf Mensch einfach nicht mehr ernst nehmen.
Politik? Zum Lachen!
Also lacht doch mal wieder?
Spart mit Sicherheit Gesundheitskosten! Mehr als auch der/die beste GesundheitsministerIn einsparen kann. Vielleicht können wir so sogar die wegsparen zum Besseren: zum arbeitslosen Minister? Billiger jedenfalls wär's!

Mein Fazit des Wie:
Menschen versuchen mit noch mehr Scheiße zu verhindern, dass Menschen die Scheiße schon zum Hals raushängt. Erstaunlicherweise ein zwar per se hoffnungsloses, jedoch wohl sehr profitables Ansinnen. Jedoch auch ein hoffnungsfroher Ansatz, wir sollten uns nur vonm ersten Teil distanzieren. Und im weiteren vielleicht auch ein wenig mehr auf unser eigentliches Sein vertrauen: es ist zwar eindeutig ungesund, wenn uns unsere Scheiße oben raushängt. Aber wirklich in den allermeisten Fällen nimmt sie ihren richtigen Lauf!
Ob wir uns wohl trotz meiner selbstkritischen Vorbemerkungen auf dieses Wie als Tatsache, als heutige Gegebenheit einigen können?

Und damit wären wir wieder bei den nur jeweils eine nach der anderen durchschreitbaren Eingangstüren zur Erkenntnis:
Wenn schon das Wie unklar ist, wie soll dann das Warum er- und klärbar sein?

Also aus meiner Sicht, hab' ja nur meine Sinne, um meine Umwelt und mich - was ich gern als einheitliches "ICH", inneres UND äußeres ich, bezeichne - wahrzunehmen und zu beurteilen, möchte ich gern damit meine Inakzeptanz ausdrücken, mir (und meinen Mitmenschen) etwas vorschreiben zu wollen, ohne überhaupt zu wissen, WIE wir denn überhaupt sind!
Eine Regierung u.ä. kann nur funktionieren, wenn Einigkeit über das Wie besteht (was heutzutage schon sehr zweifelhaft ist) UND - was immer schon stark anzuzweifeln war - die vereinigte Erkenntnis nicht allzu weit vom Tatsächlichen entfernt ist.
In dieser Richtung haben wir ja schon deutliche und erhebliche Fortschritte gemacht. Soviel mittlerweile, dass keinerlei signifikante Unterschiede zwischen Dumm- und Unwissenheit mehr bestehen können.
Bei Dummheit geht's nur noch darum, weiß der/die Dumme das nicht besser oder will er/sie sich selbst was in die Tasche lügen? Und wenn ja, was denn (nun schon wieder Dummes!)?

Soweit das - ich wäre sehr verwundert, wenn's nicht so wäre? - sicherlich mehr als bestreitbare und umstrittene Wie. Trotzdem schauen wir uns mal kurz um, wo bin ich jetzt und wo seid Ihr, so Ihr mir bis hierher gefolgt seid?
1. Eingangstür ins Haus der Erkenntnis: Das Wie! Abgehakt.
2. Verschiedene weitere Türen, in einige habe ich mit Euch hineingesehen Abgehakt.
3. Sodass uns nur noch eine vom Bernsteinzimmer trennt, nämlich die Warum-Tür.

Bevor ich die jedoch öffne, sei noch einmal darauf hingewiesen, dass selbst ein Bernsteinzimmer ja nur ein Raum von vielen ist. Ein schöner Raum, wie ich subjektiv finde, aber vermutlich noch nicht einmal der schönste! Eben nur einer von vielen. Und auch nur einer von vielen schönen! Jedoch kommt in genau diesen Raum nur der/die mit mir, die "MEIN" Wie zumindest ansatzweise teilt. Und der Clou vons Ganze: es gibt gar kein Bernsteinzimmer. Auch das verlor sich in den Wirren vom wwII ! Unwiederbringliche Kriegsopfer. Wollten wir ja so, ha'm ja mehr als einmal, schreien sogar heute noch und immer wieder "Heil!".
Wollen immer noch starke Führer!

Ok?
Also warum sind wir so, so wir denn so sind?

Und da hab' ich hier und nun zwei Bernsteine in der Hand, die ich Euch zeigen wollte:
1. Und bitte nicht erschrecken, der Einschluß sieht immer scheußlich - denkt dran: Profis nennen das "ungewohnt" oder "gewöhnungsbedürftig" - aus.
Angst! **)
Wir sehnen uns angstbedingt nach Sicherheit. Deswegen nehmen wir unsere kindische weil einfach nicht erwachsen werden wollende Dummheit in Kauf. Reduzieren uns auch als Erwachsene noch zu Kindern. Ja, sind mittlerweile soweit, das zu bejubeln und zu beklatschen.
Klatsche ist das bernsteinrichtige Wort.
Ich bin ja überzeugt davon, dass ich wie auch wir immer noch Ursachen und Wirkungen heillos durcheinander wirbeln. Ebenso bin ich davon überzeugt, unsere "Klatsche" nicht als Ursache für die Klatschen eben auch unserer Politiker und anderen Kunst- und Kulturschaffenden zu halten. Was die Wirkungen angeht, bin ich mir da nicht so sicher. Nur zu klar ist mir, solange Mensch angstbeladen lieber applaudieren als selbst denkender und schaffender Mensch sein möchte, solange wird auch unsere uns eigene Klatsche uns bis in unseren, damit allerdings immer noch und immer wieder ziemlich dummerhaften Tod folgen.

Seht Ihr?
Angst verhindert keinen Tod! Aber einzig Angst ermöglicht es uns weiterhin, dumm zu sterben:
Wie geboren so gestorben!
Eigentlich schade, oder?
Völlig sinnlos gelebt!
Völlig sinnlose Lebensangst dann, wenn wir endlich und wieder tot sind.

Was also ist Angst anderes als - wenn überhaupt? - nur Zeitgewinn in einer Situation, in der Mensch schon Lebenszeit gewann?
Misst sich ein Leben wirklich nach Jahren?
Und wenn ja, warum nicht nach Tagen oder auch nur Sekunden?

Was haben wir da für Vorstellungen, Illusionen, Wünsche, Hoffnungen, wenn wir Angst haben?

Wollen wir uns nicht mal auf folgendes einigen?
Angst mag helfen, in einer bedrohlichen Lage dem Tode doch noch mal schnell ein Schnippchen schlagen zu können.
Aber ÜberLEBEN gerade durch und mit Angst ist eben doch auch noch lange kein Leben.
Kann es nicht sein, denn Angst hat was mit Sterben und Tod zu tun.
Leben ist aber etwas vollkommen anderes. Etwas, das eigentlich nur damit definiert werden kann, sterben zu können.

Das Tote ist das Normale. Das Leben nur die Ausnahme, der unnormale, abnorme, keiner  Norm gerecht werdene, genügen könnende Einzelfall.
Der Todesspielarten gibt es jede Menge, sogar lebendige, wie spätestens wir es uns erwiesen und und täglich, sekündlich neu beweisen. Leben dagegen ist wirklich und wahrhaftig äußerst geringfügig. Eigentlich wirklich nicht der Rede wert! Aber doch schön, dass wenigstens wir darüber mal reden können, nicht wahr?

Ist also unsere Lebensangst begründet als Angst vor Einsamkeit? Angst, die Ausnahme, das Unnormale sein zu müssen?
Ja, müssen wir denn sein?
Also wovor noch Angst im nahezu einzigartigem Glück des Lebens?
In unserer, vollkommen unverdienten Gewinnsituation der Zeit. Dieser Gewinn, der von noch alle beisammen habenden Menschen jederzeit zurückgegeben werden kann.

Zumal es Zeit ja gar nicht, besser gesagt, erst durch uns! durch unser uns Reflektieren gibt.
Tatsächlich, also im wahren "Leben", im großen und weitaus überwiegend vollkommen leeren Universum gibt es keine Zeit, kein Mensch fragt danach! Es gibt eben nur Veränderungen, die wir hier dann zusammenfassend, der Einfachheit halber Zeit nannten.
Das leere Universum hat keine Zeit. Da ist nur NICHTS! Ich mein' gar nichts. Keine Zeit, keine Veränderungen. Nichts! Immer nur Nichts! Ich glaub', der Durchschnitt ist zur Zeit weil mit abnehmender Tendenz: ein Teilchen pro Kubikmeter. Und ich garantiere Euch, der/die/das ist aber sowas von mausetot! Meist es eh sogar ein "Lichtteilchen", ein Photon, ein Quantum elektro-magnetischer Strahlung.

Also dass das Nichts überhaupt so viel ist, verdankt es nur der horrenden Zusammenballung der Materie in Galaxien- und Sternenhaufen. Wie viel Nichts muss es geben, um allein mit der Strahlung und der Materie unserer Milchstraße (von den Milliarden anderer gar nicht erst zu reden!), ja nur unserer Sonne, ja sogar nur eines einzigen Menschen und seiner Teilchen zu einem durchschnittlichen Teil pro Kubikmeter zu kommen? Also wir haben wirklich jede Menge Raum, Milliarden von Kubikmetern absolutes NICHTS, also nicht einmal das eine durchschnittliche Teilchen, denn das verbraten wir ja schon hier auf der Erde, für jeden von uns!

'Tschulligung, wißt Ihr überhaupt, was 'nen Kubikmeter ist?
Also ein Kubikmeter Wasser wiegt eine Tonne! Genau eintausend Kilo! Sind tausend Liter oder auch drei bis vier Badewannen voll! Weiß ich, das war nämlich einstmals die Definition des Kilogramms. Ein Kilo Wasser gleich ein Liter! Inzwischen haben wir Genaueres, noch unveränderlichere Möglichkeiten. Mein Wasservierteljahresverbrauch ist ziemlich genau ein Kubikmeter! Hab' wohl 'ne ziemlich kleine Badewanne, bade nämlich mehr als nur viermal im Vierteljahr.
Oder schaufelt mal einen Kubikmeter Schnee oder Sand weg, also dann wißt Ihr, was das ist!

Und das sich dann sogar ein paar Trillionen Teilchen zu Lebewesen zusammenschlossen, bekanntermaßen nur hier auf unserer Erde, also das läßt sich nur noch in unverständlichen, sich jeglicher Vorstellung widersetzenden Zahlen, sowas wie zehn hoch minus mindestens ein paar Milliarden lebendige Teilchen pro Kubikmeter Weltall oder noch weniger ausdrücken.

Und ein Kubikmeter Nichts ist auch kein Kubikmeter! Bestenfalls, und so verstehen wir das ja auch, das Nichts, ein Potenzial, eine Möglichkeit, ein Kubikmeter zu werden, sollte irgendwann ein noch dazu deutschsprachiger Mensch drei Metermaße senkrecht zueinander in ein x-beliebiges Stückchen Raum legen. Oder wenigstens sonst ein Teilchen wenigstens kurz mal vorbeischauen.

Angst?
Also Einzigartigkeit ist Einsamkeit.
Geht nur so! Funktioniert nicht anders. Kein Grund zur Angst; eher einer zur Freude!

Das Leben ist in seiner einzigartigen Andersartigkeit eben auch nicht anderes, nur Wiederholung des auch sonst Bestehenden, aber eben eine Auserwählte. Eine ganz spezielle, erwünschte, weil wiederholt ausgewählte, andere Einzigartigkeit.
Kann gar nicht anders sein, wir sollten nur die Frage nach dem Wer oder Was da wählte oder gar immer noch wählt, vielleicht auch sich und uns nur verwählt? vergessen, zumal wir schon Schwierigkeiten mit dem Wie und Warum haben.
(Vergessen im Sinne von: den Fachleuten, beispielsweise den Physikern überlassen, nicht den Klerikern, die wissen bestensfalls auch nur so viel wie Du und ich, ich sag' nur Bischof!)

Gehen wir doch mal stattdessen davon aus, dass sich das ewig Tote in seiner ewigen, naja Jahrmilliarden und noch mehr andauernden Wiederholung, etwas anderes, etwas Lebendiges wünschte. Auch das erklärte meine von mir sogenannte Todessehnsucht, Eure Todesangst.
Aber auch, sollte es zum Menschsein gehören, seinen schöpferischen Eltern nachzueifern, geradezu unsinnig, der Schöpfung widersprechend wäre unsere Lebensangst auch dann allemal. Und noch dazu kein gutes Zeichen für gute Eltern, ihren Kindern Angst einzujagen.

Spannend finde ich zur Zeit die neuen alten Ägypter. Eigentlich sollten sie von unseren angstbeladenen "Führer"quali-? nein, -quantitäten***) lernen. Stattdessen sehen wir wiedermal, noch dazu und immer noch offenen Mundes und staunenden Auges, was wir eigentlich schon durch unseren, zwar nicht rein aber immerhin deutschen "Sündenfall" als ein für alle Mal abgetan ansahen!

2. Den zweiten Bernstein hat mir eigentlich mein Sohn gezeigt. Denn er gehört zu den wenigen, kaum mehr als eine Generation, die mit - kennt das überhaupt noch jemand? - Kasettenrekordern aufwuchsen. Eigentlich kannte ich das auch schon von mir als Kind: damals hatte ich drei Hörspiel-LPs - eine über irgendein selbstverständlich banditenbedingtes Zugunglück, eine über irgendein viermotoriges Propellerflugzeug, deren Besatzung abenteuerlichweise Hurricanes erkundeten und die dritte hab' ich vergessen - die ich immer wieder hörte. Klar, hatte ja nur die drei.
Tobi jedoch hatte ohne Ende, quasi Benjamin Blümchen rauf und runter. Also zwei Regalmeter - für die, die das nicht mehr kennen, weniger als zwei Zentimeter pro Kasette - hatte er bestimmt. Und hörte sich immer wieder dieselben an, stunden-, tage-, wochen-, monate-, ja jahrelang.

Es ist also dieses Bedürfnis nach Wiederholung, dass ich als zu unserem WIE wie auch zu unserem WARUM gehörig ansehe.

Sicherlich gibt es eine Schnittmenge zu unserer Lebensangst (ich will das Wort Todesangst nicht mehr hören! Denn das verdummt uns nur weiterhin. Lebensangst heißt unsere Angst, im Guten wie im Schlechten! btw: die einzig per se wirklich schlechte Angst ist die Angst vor der Angst!), indem wir durch Wiederholung guter Dinge versuchen, angstbeladenen schlechten auszuweichen, nicht zuzulassen.

Aber für mich bedeutet Wiederholung hauptsächlich etwas eigenständiges, etwas unser Menschsein über Angst hinaus bestimmendes.
Und das gibt es dann auch diametral, also nicht anders, nur eben andersrum beim Menschen:
Ja keine Wiederholung! Immer nur neu. Jedes Buch nur einmal gelesen. Jeden Film nur einmal geguckt. Aber immer und immer und immer wieder dieselben gewählt!

Also sowas wie Alibis: Ja nicht dasselbe immer wieder, dafür diesselben umso lieber immer wieder?
Training eben! Im Guten wie im Schlechten, also eher gut!

 Aber es hat wirklich etwas Zwanghaftes, etwas Neurotisches.
Waren wir immer schon so?
Wenn ja, sind wir eindeutig eine nicht nur un-, nein irrsinnige Fehlentwicklung, die - und dazu sind wir ja allesamt auf dem besten Wege - schnellstens ein Ende haben sollte!
Aber ich denke, diese Betrachtungsweise hilft uns nichts. Unsere Chance liegt nun und nur darin, uns zu beweisen, dass gesunde, "normale" Menschen nicht nur bisher Glück, noch besser gesagt: nicht nur zu wenig Pech! - hatten.
Sondern sehr wohl etwas aus und mit ihrem Leben anzufangen wußten und somit dann auch wieder wissen können.

Und hier schließt sich dann mein Kreis ins und durchs Bernsteinzimmer:
Ich drehe gern auch immer wieder neue Kreise, wiederhole Altes wieder und wieder. Allerdings variiere ich dann. Ja, für mich brauche ich Wiederholungen, um einfach zu sehen, wie ich mich verändere. Oder um dem heute zu üblich gewordenem Schund auszuweichen, im guten Alten immer mal wieder ein neues Bernsteinchen zu finden. Oder in einem schon gefundenen doch noch wieder etwas anderes für mich Neues zu entdecken.

Wißt Ihr noch, was wir taten, wenn wir ein Eis wollten, das uns Mammi nicht sofort kaufte?
Wir wiederholten unseren Wunsch so lange, bis wir es hatten!

Warum haben wir unser So und nicht anders Sein vergessen? Unumstößliche Erkenntnis ist: wir waren so, wir sind so, und solange wir sind, werden wir auch so bleiben.
Wir vergessen nie, so zu sein. Wir können nur vergessen, wie wir sind!
Ich denke, das ist das, zumindest mein Bernsteinzimmer, das ich Euch mal öffnen wollte.

Allerdings scheint mir meine dazu gehörende, mir eigene, vielleicht besondere Lebensmüdigkeit darin begründet, zu wenig wirklich Neues zu erleben. Wiederholungen sind einfach doch auch nur zu anstrengend.
Jeden Tag den gleichen, einstmals ja durchaus interessant gewesenen Mist wiederholen?
Leben am Fließband?
Aber der Vorteil dieser meiner Lebensmüdigkeit liegt auf der Hand: wovor sollte ich da noch Angst haben?
Tut sich ja eh nix, was sollte ich da verpassen? ob nun Trittin oder Nahles oder der olle Adenauer (der hatte Unwissenheit damals wenigstens ein deutliches Bisschen noch als Entschuldigung; wahllose Zusammenstellung ohne Anspruch auf Richtigkeit oder gar Vollständigkeit, für mich eine Stufe mit jenem schon erwähnten angemessen zu viel Pech habenen Schiffsführer; alles Ratten, die zuerst das sinkende Schiff verlassen, sobald aller Profit, sprich: alle Leichen gefleddert, abgegrast ist). 

Sind wir wirklich so?
Menschen(ver-)führer sind zwanghaft Ratten?
Und wollen wir weiterhin so sein?

Die Welt, das auch ohne uns vorhandene Sein, ist jedenfalls nicht so. Ja, Mensch könnte sogar glauben, es sei wie für uns gemacht. Allerdings ist das dann wieder eine Verwechslung von Ursache und Wirkung: korrekt ist, wir sind so gemacht, wie unser Universum ist. Aber es ist zumindest beinahe egal, ob nun unser Zug losfährt und der von uns betrachtete stehen bleibt oder wir weiterhin stehen. Wir sitzen nun mal alle im Zug der Zeit.
Es gibt Menschen und Ratten, und sogar Menschen, die lieber Ratten sein wollen!
Egal, ob's so vorgesehen war, nun ist es jedenfalls unbestreitbar so.
Vielleicht mag es ja nur ein einziges Bernsteinzimmer geben, und das ist ja schon nur ein Vielleicht, aber Räume haben wir unendlich! Selbst wenn es nur ein einziges Weltall geben sollte.

Denn mit jeder neuen Erkenntnis erschließen sich uns auch neue Erkenntnismöglichkeiten. Jede gefundene Antwort gebiert neue Fragen! Unsere uns eigene Neugier wird nie befriedigt sein.
Grund zum Leben werden wir immer haben.
Einzige Bedingung: wir müssen aber auch leben!
Uns nicht nur mit Wiederholungen begnügen. Weiterhin mobil, beweglich sein.

Das Mobiltelefon nur so als Assoziation und um auch mit diesem Un- oder auch nur Missverständnis aufzuräumen, ist es keinesfalls, es taugt also auch als Alibi für unsere so gewollte Dummheit: Illusion der Beweglichkeit nichts, ebenso wie's internet. Die Statik, das nur Verbreiten des schon Vorhandenen, nicht einmal wenigstens das Verbreitern, ist und soll ja auch deren Stärke sein. Auch wenn gerade das internet wohl kraft seines Ursprunges Bewegungen nicht ganz und gar verhindern kann. Sehr zum Leidwesen aller Diktaturen und möchte gern Diktaturen, sich aber noch demokratisch meinen, nennen zu müssen. Warum? na klar: Angst!
Wovor? Angst vor uns! Uns bösen Wölfen. Huuuuaaaarrrrrhhhh! Wir könnten ja noch das letzte rote Käppchen auffressen?
Vor der ihnen eigenen Rattenphilosophie: noch nie gesehen, dass Wölfe sowas fressen, aber glauben den Brüdern Grimm, die ja nur ihre Namen ehren wollten, quasi ein Wappentier, den Isegrimm, sich schufen.
Schon erstaunlich, sowas dann mobil zu nennen, oder?

Fortschritt?
Mobil? Beweglich?
Fortschritt im besser Stehenbleiben!

Wirklich Neues wagen!
Lebendig sein!
Unsere ewige Ruhe und Sicherheit werden wir schon noch und bald genug haben.

--------------------------------
*) zu Filme möchte ich noch erwähnen:
Es sind ja sogar immer mehr "handwerkliche" Fehler zu bemerken. Seien es miserable Tonmeister, unverständliche Dialoge beispielsweise, oder ebensolche Redakteure: immer der gleiche, vermeintlich werbewirksame Mist wie Krimis, Familienklischees und/oder am besten mit Tieren als Kommissare oder Ehebarater.
Kritisch und eben sehr offensichtlich erscheint es mir, dass eben Kommunikation mittels Dialogen dermaßen nebensächlich wurde, dass man sie am besten unter Lärm oder wenigstens unter Musik versteckt. Und das sogar beim sogenannten Bildungs-TV.

Das muss man sich mal ausmalen: da prügeln sich buchstäblich hunderte von Möchte-auch-mal-so-gern-Schauspielern durch jede Menge castings-shows mehr oder weniger unbeschadet, RTL kann jedenfalls mit Fug und Recht behaupten, der Schaden war schon vorhanden, das waren wir nicht! ergattern endlich eine Sprech- oder Synchronrolle wenn auch nur mit einem einzigen Satz, und dieser wird dann auch noch mit Lärm oder gar mit Musik unterlegt? Nein! Übertönt!

Also trotz oder weil weiter entwickelter Technik schlechtere Techniker?
Ist das so?
Soll das so sein?
Und wenn ja und nein, warum zahlen wir denn dafür?

Was meint Ihr wohl, wie schnell Werbung verschwunden wäre, wenn signifikant - es muss noch nicht einmal mehrheitlich sein, 20-30 Prozent Absatzverluste sind da schon grau- aber vielleicht ja auch heilsame Unendlichkeiten des Profitkapitalismusses! (is'n weißer Schimmel. Muss den aber nehmen, weil völlig unverständlicherweise Kapitalismus statt Profitgierismus genannt, mit Kapital hat und hatte es noch nie zu tun, wie uns ja auch unsere Banken mal wieder bweisen und bewiesen. Tja, der alte Marx: immer diese Romantiker, diese hoffnungslosen weil -übervollen Optimisten, wußten nicht, dass einzig und allein hilft, die Dinge auch so zu nennen, wie sie nun mal sind. Im Guten WIE im Schlechten!) - gerade die beworbenen Produkte NICHT und schon gar nicht noch MEHR gekauft werden! Jede und jeder RTL und wie sie alle heißen Zuschauer wenigstens einen Tag lang 'ne Strichliste macht, anhand derer unschwer erkennbar ist, was Mensch am wenigstens braucht. Und somit auch am wenigsten, also nicht kaufen sollte?

Also mindestens das Verhältnis sehenswerter zu überflüssigen Sendungen und damit dann auch die Filme werden eindeutig und wieder besser werden.
Ist doch klar, je mehr Überflüssiges gekauft wird, umso mehr Überflüssiges wird produziert. Schließlich wollen wir es ja so!
Wollen wir es so?

Aber mit Fernsehen und überhaupt Medien ist es eben so:
Je weniger sie genutzt werden, umso schlechter werden sie!
Denn Konsum ist nicht die, wenn überhaupt eine? Nutzung. Der Nutzen kann und soll nur sein: die Erfindung, die Produktion.
Und die wiederum scheint am besten ohne Konsum und -enten zu funktionieren.
Das scheint mir unser Teufelskreis, unsere Vertreibung aus unserem nach wie vor vorhandenen Paradies zu sein. Je mehr Konsum, umso schlechter die Produktion.

Dass das weiterhin dermaßen unter den Teppich gemauschelt wird, in diesem sinnlos wenn nicht gar selbstmörderischen Versuch, sehe ich die nach wie vor und obwohl auch schon durch die Nazis praktizierte Menschenverachtung:
Mensch ist schlecht.
Mir wird schlecht!

Er/sie bedarf der Förderung. Und na klar, dann auch der Forderung!
Also braucht er/sie was noch Schlechteres, um noch Schlechter (also Besser! Denn das bessere Schlechte ist ja das noch schlechtere! Klingt nur kompliziert, ist aber ganz einfach!) zu werden.
Zugegeben: auch das ist Bildung. Und Bildungsfernsehen. Denn wir sind hier ja immer noch im Film.
Aber warum immer noch bei uns? Wir wissen doch, wohin das einst führte?
Ha'm doch wohl genug "Heil mein(e) Führer" geschrien?

Und für die wenigen, die sich in ihrer grundgesetzlich vermeintlich garantierten Menschenwürde noch (mit mir!) verachtet fühlen, sei gesagt: Wir sind einfach noch nicht oder nicht mehr gut genug!
Wir müssen einfach besser werden!
Und einfach ist das nicht, denn uns hilft dabei niemand! Alles müssen wir selber, jedeR für sich UND für uns alle, machen!

Wählen können auch wir uns auch in einer wirklichen Demokratie immer nur selbst. Und wenn wir nicht zur Wahl stehen, brauchen wir auch zu keiner hinzugehen!
Der Zug der Zeit rattert weiter, gerade auch der, der gerade Mal deutschbahnüblich (immer nur vermeintlich! Es gibt keine Statik im Universum, alles bewegt sich. Es gibt immer nur und immer nur noch dazu vorrübergehende, momentane Gleichgewichtszustände) stehen bleibt.

Times are a-changing
Come mothers and fathers throughout the land.
And don't criticise what you can't understand.
Your sons and your daughters are beyond your command.
Your old road is rapidly aging! (kein Anti-aging möglich! Meine Verständnisanm.)
Please get out of the new one, if you can't lend your hand!
For the times, they are a-changing.

Sang Bob Dylan schon vor mehr als fünfzig Jahren!


**) Über Angst lässt sich unheimlich viel und Kluges sagen. Ich möchte hier nur drei Dinge erwähnen:
1. Eine Schlußfolgerungs- oder auch nur Assoziationskette
Todesangst = Lebensangst evv. Lebensangst = Todesangst
Oder ausformuliert: Wer Angst hat zu sterben, hat auch Angst zu leben.
Woraus folgt: Leben kann nur etwas, was auch sterben kann!

Dieses Lebens- und Todesprinzip mit eben genau dieser, unserer menschlich, wie ich finde: übersteigerten Lebensangst nenne ich unsere Todessehnsucht!
Alle heutigen Menschen - es mag noch einige naturnahe Völker als Ausnahmen geben - haben zu Leben verlernt, weil sie lieber SICHER sterben möchten!
Wahrlich, ich sage Euch: Einzig sicher ist unser Tod!
Keine Angst!

2. Sowas wie'n Zitat, weiß aber nicht wie genau und von wem:
Angst vor etwas Unausweichlichem, Unveränderbarem ist Dummheit!
Viel kürzer, viel aussagekräftiger UND vor allem viel zutreffender als das berühmte Gelassenheitsgebet!

3. Angst ist heilbar!
(Man beachte bitte diesen Widerspruch in sich, denn Angst ist üblicherweise keine Krankheit! Krankhaft wird erst die Angst vor der Angst.)
Allerdings - und das ist unsere menschliche Schwierigkeit, Verantwortung, eben überhaupt unsere Menschlichkeit - wir müssen das SELBST wollen. Keine/r kann uns das abnehmen. Erst wenn wir wirklich wollen, können wir auch lernen, Angst haben zu können! Denn Angst ist ja was Gutes, Schönes. Eben wie ein häßliches, archaisches Insekt, noch dazu lupenhaft vergrößert in einem Bernstein.


***) Führung?
Schon aufgefallen, wie wenig wir ein solches Wort hinterfragen?
Führung? Kinderkram?
Oder gar noch nicht mal was für Kinder?
Geschweige denn für Erwachsene?
Führungsqualitäten?
Gibt's denn sowas?
Geführte Sprache der Dichter und Denker!
Zum Glück kann der olle Goethe sich nicht mehr umdrehen. Zumal er selbst so bemerkenswert merkwürdig dachte.
Heillose (Ver-)Führer!
Egal, nur eben wie lange noch?

Sind Führer eigentlich gebildet?
Oder bildet Bildung Führer?
Jedenfalls ebenso interessant wie Führung ist Bildung.
Warum fragt bloß niemand da nach?
Lieber ungebildete Antworten der Führung als selbstgebildete, ungeführte und unführbare?

Eingebildete Führung und geführte Einbildung!

Also wenn schon Bildung, warum sich dann nicht weiterbilden im Angst haben können?
Zumal es dafür garantiert keine Pauker und Zensoren gibt. Ja nicht mal irgendwelche Institutionen wie Schule oder Unis. Die dienen weiterhin ja nur dazu, jedenfalls sind sie es:
Angsteinflößend!
Gerade auch durch und in ihrer Führung.

Also: Lacht doch mal wieder! (Ausrufezeichen: is'n Befehl! Mir ist mein Leben ernst genug, ich will es nicht auch noch ernst meinen!)
Wat schalln wi og sons anners moken?

Kommentare:

  1. Kleiner, aktueller weil vorrübergehender Tipp:
    Klickt mal am rechten Rand auf "Wie bist Du?"

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Letzte Chance:
      Beim Post "Freiheit" nochmal versuchen!

      Löschen