Mittwoch, 4. November 2009

Leichtes Leben?

Kannste glatt vergessen!

Nicht, weil Mensch sich gern das Leben einfacher machen möchte. Das gehört zum Leben!
Sondern weil Mensch im Erfolgsfall nichts mehr hat, woran er sich erinnern kann. Ja, mitunter vergisst er sogar, zu leben! .-))

Wie Doko uns schon lehrt: mit guten Karten spielt's sich leichter! Die Kunst besteht darin, auch mit schlechten, schwierigen Karten gut zu spielen! Spaß zu haben! Zu genießen! Anderen deren Genuss zu ermöglichen! Es ihnen leichter zu machen.
Oder auch: Wer das Glück der guten Karten gepachtet hat, spielt umso schlechter. Denn nur der kann sich sowas leisten!

Leichtes Leben => guter Mensch? Eher doch wohl umgekehrt: die Wahrscheinlichkeit, dass ein leichtes Leben führender Mensch dies aufgrund seiner Schlechtigkeit kann, ist doch wohl deutlich über 50%, oder? Er findet doch immer einen dummen zu Guten, der ihm sein Kreuz abnimmt! Das ist ja gerade die gute, alte (naja, nicht wirklich, vielleicht 300.000 Jahre inklusive Neandertaler?) menschliche Stärke! Warum bloß lieben, wählen Menschen dann immer nur ihre Glücksritter?
Ich weiß es ja, wir hoffen, deren Glück, deren Vermögen, deren vermeintliche Stärke färbt auf uns ab. Aber wozu? Was haben Menschen davon? Ein leichtes Leben? Bessere, überlebensfähigere Menschen?
Ist es nicht geradezu eine offensichtliche Schwäche, sich mit Schwertern oder anderen, angeblich Stärke gebietenden, immer jedoch Furcht einflößenden Hilfswerkzeugen stark machen zu wollen? Solche Schwachköpfe zu unseren so etwa stark sein könnenden Beschützern zu machen? Ihnen unsere Stärke für ihre niederen Mordmotive zu überlassen?
Töten wir uns also selbst, weil wir zu schwach sind, uns leben zu lassen?

Das christliche Jesusbild besteht nicht darin, dass er unsere Sünden auf sich nahm! Wir also nach Herzenslust und ungestraft, weil ja Jesus schon unsere Strafe auf sich nahm, sündigen dürfen. Ist das der irrsinnige, christliche Aberglaube? Die Illusion göttlich menschlichen Lebens? Die Suche UND das niemals Wiederfinden des Paradieses?
Er trug sein Kreuz nur deswegen, damit wir es genießen, wenigstens dieses nun nicht auch noch tragen zu müssen!
Ist es uns zu leicht, das Leben, sodass wir zu leben vergessen müssen? Lieber töten und sterben, statt so'n ollen Pippikram? Lieber den schönen Spaß-Guido für die Welt als die Welt für uns?

Und umgekehrt: Wer es geschafft hat, sich womöglich ein leichtes Leben selbst zu gestalten, der sollte anderen dann deren Kreuze erleichtern. Denn immerhin trugen UND tragen diese auch sein Kreuz mit!

Leichter ist es jedenfalls mit einem schweren Leben, das Leben nicht zu vergessen!

Wann merken wir endlich, dass getretener Quark breit wird! Nicht stark!
Wenn wir stark sein wollen, müssen wir uns stark machen! UNS unser Kreuz erleichtern! Nicht auf vermeintliche Schwäche auch noch weiter UND noch mehr treten. Nicht, indem wir es anderen aufzubürden versuchen! Wir sind nur dann das menschliche Volk, wenn wir auch mehrheitlich Menschen sein UND nur dann und so auch BLEIBEN wollen! Und wenn wir uns irren in dem, was wir als unsere Stärke ansehen, vielleicht sehen wir dann endlich ein, dass Arbeitslose? Schwache? unsere Stärken sind. Denn das sind unsere guten Führer, die es ablehnen, anderen Kreuze aufzubürden, indem sie ihnen auch noch deren Arbeit wegnehmen! Und sie sind auch klug und einfühlsam genug, zu wissen UND es abzulehnen, für Nichtigkeiten auch noch Nichtigkeiten zu bekommen!
Leute? LEBEN!!! UNSER Leben! Was sonst? Haus, Auto, Sicherheit? Für wen?
Für den Tod? Durch Mord, Selbstmord oder Ertrinken billigend in Kauf nehmend?

UND!!!!!!!!!.....
wer kann dabei nur wir sein? Die angeblich Starken, die uns so schwach töten? Kreuzigen? Uns ihre Kreuze aufladen und uns noch beschimpfen, wir wären nicht in der Lage, besser als diese Schwachköpfe menschliches Rückgrat zu haben? Uns ihren Betrug in uns projizieren? Auf das wir weiter an ihre nur uns (sie haben sie ja gemacht, sie wissen, die zu nutzen! Gern legal, aber ansonsten ebenso gern auch illegal!) in trügerische Sicherheiten wiegen sollende Gesetze glauben?

Wie lautet denn nun mal endlich Eure Wahl? Weitermachen wie bisher? Nur mit Spaß, denn dafür haben wir ja statt den ollen Westerwald nun die schöne Westerwelle?

Leichtes Leben?
Alles, was leicht war, haben wir schon ertragen! Nun müssen wir stärker, größer, erwachsener werden. Denn nun liegen die schwereren Brocken vor uns. Leichtes gibt es für uns nicht mehr, denn sonst hätten wir Menschen das schon weggetragen! So individualistisch eigentumsgeil sind wir doch wohl, oder? Müssen wir DAS uns immer noch beweisen?

Wir haben zwei Möglichkeiten für unser Weiterkommen: entweder wir klettern drüber weg (und das wie anders als mit unseren zu Trittleitern geformten Händen?) oder wir machen uns so stark, dass wir die beiseite räumen können! Und was sind dabei unsere Stärken? Doch nur - UND je mehr, desto lieber, desto leichter, oder? - UNSERE Hände!

Brauchen wir selbst hier im reichen, leichtem Deutschland noch Menschen, die für sich, für ihre eigene kleinliche Größe, noch Arbeitslose brauchen? Sie am Fließband produzieren? Deren Produktion auch noch prämieren wollen? Um sie dann vom hohen gelben Wagen runterzuschubsen, damit noch weniger noch mehr Platz auf dieser ach so schönen, chromblitzenden, noch die letzten Ressourcen zur Verpestung auch noch der letzten Luft, die für unser Leben, für das unserer Kinder gemacht waren, sinnlos vergeudenden, zu leichten Karosse haben?

Dann zum Glück globalisierte gute Nacht, Deutschland. Vielleicht wird es dann ja bald bessere Dichter und Denker geben. Die vor allem lieber nicht das Leben vergessen, weil sie es ja sonst so unendlich UND zu leicht hätten!

Ach ja, ich vergaß: Bildung!
Kann mir mal bitte jemand sagen, was Dummköpfe bilden? Wollen? Können? Wie Mensch mit dummen Mehrheiten die Dummheit wegbilden, wegräumen, überwinden, besiegen will?
Bildung? Für leichtes Leben?

Oder doch lieber Leben für unsere Kinder? Für UNS!

Kommentare:

  1. "Es ist leicht, das Leben schwer zu nehmen.
    Und es ist schwer, das Leben leicht zu nehmen".

    Rebroff

    AntwortenLöschen
  2. am schwersten ist es, zu wissen, dass Leben das Schwerste ist, und es gerade so leicht zu nehmen!

    Das ist die höchste Kunst, zu leben:-))

    Danke Dir, dass Du mir mein Leben ein wenig leichter machst!

    AntwortenLöschen