Sonntag, 5. Dezember 2010

gepriesene Merkwürdigkeit!

Aus meiner Korrespondenz mit meiner Liebsten, ihr Einverständnis voraussetzend. Sie schrieb mir:

Heute (4.12. Anm. von mir) "The English Patient" 22.15, bei 1 Programme.
Hoffentlich muss gut sein. Oscar: beste Film, beste Regie, Kamera usw.
Und gehört, dass gut ist.

Mein Liebling Du!


Meine Antwort darauf:
Und? Gesehen? Fandest Du ihn gut?

Ich ja, auch ohne Oscar*gg

Was wäre er - besser? schlechter? - wenn der Oscar ansonsten nur schlechten Filmen verliehen wird oder er trotz meinem ihn so Empfinden keinen erhalten hätte?
Was sind also Urteile von anderen wert? Dienen sie nur dazu, selbst - gar nur sich selbst? - nicht urteilen zu müssen? *)

Und last but not least:
Da wir ja beide nicht beurteilen können, ob der Oscar nun mehrheitlich einen guten oder einen schlechten Film als guten beurteilt, ist der einzige Sinn solcher Merkwürdigkeiten nicht darin zu suchen, als gut zu beurteilen, was andere gut finden? Damit dann auch ich in meiner nicht selbst urteilen könnender Dummheit - Unwissenheit? - weiß, was gut zu sein hat? Weil es gut sein muß?
Egal wie schlecht oder gut das ist?

Sollen solche Auszeichnungen also nur machtvoll auch an sich Schlechtes gut machen? Gar wieder gut machen?
Statt sie UND es selbst noch besser zu machen?

Jedenfalls mir ist nur wichtig, wie Du ihn beurteilst*gg
Denn ich liebe Dich, Du bist mir wichtig!
Dein Jo

Bleibt als offene Frage also:
Ist der Glaube, selbst professionelle Beurteiler beurteilen Gutes gut und Schlechtes schlecht, mittlerweile dem menschlichem Wissens-, Erfahrungsstand nach nicht reichlich naiv?
Oder verbleibt uns vor unserem Tode nun mehr dieses nur als einzige Hoffnung, die bekanntlich ja erst als letzte stirbt?

*) Nur am Rande, weil hier nur Nebenschauplatz. In der Realität aber wohl das entscheidende, über Leben und Tod bestimmende Schlachtfeld:
Fehlurteilen Menschen nicht gerade und ausschließlich nur deswegen, weil sie es wann immer möglich ablehnen, eigene Urteile zu fällen. Und für diese selbst die Verantwortung zu tragen?
Und wenn das so ist, handelt dann nicht auch jeder Profi, also gerade auch der Scharfrichter, unverantwortlich, wenn er sich selbst diese gewollte Verantwortungslosigkeit aufhalst, ohne sich selbst gleich mit scharf zu richten?

Der an sich unnötigen, aber weil sie so schön ist, gerechten Vollständigkeit halber hier nun die Antwort meiner Liebsten:

nur habe 20 Minuten gesehen, weil Kind bei mir war (und noch ist). deswegen ich fast nicht sagen kann. aber ich habe schon im Internet den Film gefunden und gespeichert (auf russisch). vielleicht heute nachts werde ich ihn sehen ;-)

ich akzeptiere Oscar nur in Sinn, um meine private Zeit zu sparen, nehme zur Kenntnisse eine Meinung von anderer Menschen. Wenn meisten Menschen mir sagen, dass etwas gut sei, beachte ich erstmals diese Meinung, danach prüfe ich die, danach selbe es beurteile und selbe Meinung habe, unabchendig anderes! (meinem anmerkendem Verständnis nach soll das wohl heißen: ...unabhängig anderem)

Jo, ;-((
bitte bringe morgen weder nimand noch still und heimlich selbst um! bitte schaffe auch nicht in die Schweiz gerade aus!
wenn dir allein schlecht, mein Liebling, komme zu mir! vermutlich morgen bin zuhause. aber kann anderes mit Frau X. (Name unkenntlich gemacht, red. Anmerkung) passieren. bis 13 Uhr kannst Du ohne Anruf, später muss prüfen per Telefon, ob ich zuhause sei und keine Arbeit hatte.


vergiss nicht - morgen Deine Kleine hast Geburtstag!

liebe Dich!

Hab' ich ihr nun nicht geschickt, weil sie meine folgende, nun also nur virtuelle Antwort kennt:
Aye aye, Madam!

Frauen halt. Sie sind so klug! Sie wissen immer, worauf es wirklich ankommt im Leben!
Als menschlicher Mann kann ich immer nur sagen, sie sind per se die bessere menschliche Hälfte! Mindestens dann, wenn sie schon mal menschliches Leben geboren und behütet - koste das auch, was es wolle! - haben!
Einzig Fehlerhaftes kann ich immer nur dann an ihnen entdecken, wenn sie - wie und warum auch immer? - die besseren Männer sein wollen. Meinen, das sein zu müssen! Wenn Männer die schlechteren Menschen sind, werden auch bessere Männer seiende Frauen nicht die besseren Menschen sein können! Auch bessere Frauen sind nur dann besser, wenn sie die besseren Frauen und nichts anderes sein wollen. Oder müssen!
Zumal die Frage ja auch noch unberücksichtigt im Raum stehend verbleibt, was das bessere Schlechte denn sei: das weniger, also damit an sich bessere oder das schlechtere und somit noch besser schlecht seiende Schlechte?

Aber vielleicht ist das dann auch nur ihr Leben geben UND behüten wollen, sind also nur die somit unvermeidlich damit verbundenen Kosten? Zumal ja dann offensichtlich Männer sie dazu zwingen.

Nur: gehört zu diesen Kosten dann auch, wenn auch Frauen meinen, Menschen professionell töten zu müssen? Wo doch schon ihre ureigenste, lebendige Profession als weiblicher, mit Gebährmutter ausgestatteter Mensch darin bestehen muss, zumindest der anfängliche Hort allen menschlichen Lebens zu sein?
Oder verbuchen wir solch weibliches Vermeinen einfach dahin, wohin es gehört:
Schwachsinn! Ob nun männlicher oder weiblicher, beiden ist gleichermaßen das Recht auf eigene Meinung verliehen worden, selbst das Recht auf Schwachsinnsmeinungen!

Ob und welches Recht nun aber ausgerechnet eine Oscar-Jury für sich beansprucht, das auf professionelle Kompetenz oder das auf - und damit noch schlimmeren, weil - professionellem - aufgemerkt: der ist männlich! - Schwachsinn - wer kann das beurteilen?

Einzig, was ich noch herausfinden könnte - aber wozu? der Oscar ist ja schon gefällt worden! - ob Frauen oder Männer und in welcher Maßgeblichkeit in der Jury waren.

Nun aber last weil least:
Der englische Patient ist durchaus sehenswert! Aber meinem Dafürhalten nach kein Film, den Mensch unbedingt gesehen haben muss. Nur einer von den vielen, von denen man mindestens einige gesehen haben sollte!

Also auch nur zweitklassig, dem nur das Glück zu Teil wurde, bei seinen Oscarverleihungen keinen der wenigen nur noch vorhandenen Erstklässler vor sich gehabt zu haben. Oder das Pech, eine inkompetente, schwachsinnige Jury zum Richter vorgesetzt zu bekommen, die den wahren, preiswürdigen Siegerfilm, den, den jedermann und Frau unbedingt sehen müssen, nicht so gesehen haben!

Egal wie, was ist tatsächlich ein solch zufälliger Preis noch wert?
Macht er Gutes besser?
Oder nur Schlechtes?
Oder immer beides?

Und ich preise also hiermit diese bemerkenswerte Merkwürdigkeit!

1 Kommentar:

  1. Thank you for your comment.
    And sorry for my answer three years later now.

    Where were you "for a long time out of the circuit"?

    Or other way?
    Where can people be on this planet out of circuit? Is there any place on earth for it?

    May be it's the right place for me?

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